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American Football Die Vertrauensfrage

Frankfurt Universe lädt zur außerordentlichen Mitgliederversammlung.

Dort, wo andere entspannen, könnte es für Dirk Arnold und seine Kollegen ziemlich ungemütlich werden. Im Saalbau Titus-Forum des Nordwestzentrums, Tür an Tür mit den Titus-Thermen, findet am heutigen Samstag die mit Spannung erwartete außerordentliche Mitgliederversammlung des AFC Frankfurt Universe statt. Und auf der könnten der Erste Vorsitzende Arnold und seine Vorstandskollege für ihren unglücklichen Umgang mit der Insolvenz der Betriebs-Gesellschaft FUB (Frankfurt Universe Betriebs-GmbH) abgestraft werden. 

Um 16 Uhr beginnt die richtungsweisende Veranstaltung, die seltsamerweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, und an deren Ende dem American Football in Frankfurt – mal wieder – ein großer Neuanfang winkt. Den Mitgliedern wurde freigestellt, eigene Konzepte für die Zukunft zu präsentieren, danach wird über die künftige Marschrichtung abgestimmt. Bisher haben zwei Gruppierungen ihren Hut in den Ring geworfen. Die erste führt der frühere General Manager der Frankfurt Galaxy zu NFL-Europe-Zeiten, Tilman Engel, an, die zweite setzt sich vorwiegend aus Fans und ehrenamtlichen Helfern zusammen. Auch der amtierende Universe-Vorstand wird seine Ideen vorstellen. 

„Egal, wer gewinnt – ich hoffe, dass es danach nicht einen Wahlsieger und eine Opposition gibt“, sagt Arnold der FR. Er wünsche sich, „dass man sich zusammenrauft und alle an einem Strang ziehen“. Steht der Plan für die Zukunft, könnte es zur Abstimmung über die einzelnen Vorstandsposten kommen. Denkbar ist auch, dass sich Arnold und seine Mitstreiter freiwillig zurückziehen, sollte ein anderes Konzept verabschiedet werden als das ihre. Der Klubchef will sich noch nicht festnageln lassen: „Das könnte eine sehr spontane Entscheidung werden.“

Die beiden neuen Gruppierungen haben in den vergangenen Wochen vor allem auf Facebook ordentlich die Werbetrommel gerührt. Tilman Engels Konzept trägt den Titel „Back To The Fans“ und plädiert dafür, weiterhin groß zu denken. Er habe einen Investor aufgetrieben, der bereit sei, „in erheblichem Umfang zu investieren“, verkündet Engel. Eine neue GmbH wolle man gründen, geleitet von einem kompetenten Management-Team. „Wohin unprofessionelles Handeln führt, haben gerade die letzten drei Jahre gezeigt“, schreibt die Gruppierung auf Facebook. Man müsse „alte Fans zurückgewinnen und neue Fans gewinnen“. 

Etwas bodenständiger kommt die zweite Gruppierung daher, die auf den Namen „Kickoff 19“ hört und sich zur Fortführung der FUB bekennt. Ein Wechsel auf der Position des Geschäftsführers sei jedoch „unverzichtbar“. Man wolle ein „Klima des Willkommenseins, der offenen Türen und einer Kultur des Zuhörens schaffen“, schreibt die Gruppe. Vertrauen sei beim AFC „aktuell Mangelware“. Wem die Universe-Mitglieder ihr Vertrauen aussprechen, darüber wird am Samstagabend Gewissheit herrschen. 

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