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A-Jugend FSV Mainz 05 Die zuckersüße Zukunft von Mainz 05

Eine Krönung für den Jugendbereich: Die Mainzer A-Junioren gewinnen die deutsche Meisterschaft vor 11.000 Zuschauern im Finale gegen Borussia Dortmund. Von Dimitri Taube

29.06.2009 00:06
Dimitri Taube
Mainz wie es singt und lacht: Nach dem Abpriff gab es für die A-Junioren des FSV kein Halten mehr. Foto: Getty

Um 12.57 Uhr riss Thomas Tuchel die Arme hoch, umarmte die ersten Gratulanten und lief dann in Richtung Kurve. Zum Jubeln, Tanzen, Hüpfen. Zusammen mit seinen Spielern, den A-Junioren des Bundesliga-Aufsteigers FSV Mainz 05, intonierte der Coach das bekannte "Humba, humba tätärä". Die Rheinhessen hatten gerade "Geschichte geschrieben", freute sich 05-Manager Christian Heidel.

Die Mainzer gewannen am Sonntag mit 2:1 (1:1) gegen Borussia Dortmund und sicherten dem Klub erstmals den deutschen A-Junioren-Titel. Für den Meister trafen vor 11000 Zuschauern im heimischen Stadion am Bruchweg Eugen Gopko (26.) und Robin Mertinitz (68.). Den zwischenzeitlichen Ausgleich für den BVB besorgte Mario Götze (41.). "Einmalig", fasste Mainz-Präsident Harald Strutz die Geschehnisse knapp zusammen. Von einer "Krönung" für den Jugendbereich sprach Manager Heidel. "Die Jungs haben die Latte für die Profis mächtig hoch gelegt", meinte er scherzhaft. 05-Jugendkoordinator Volker Kersting lobte die Mannschaft für ihren Charakter.

Kirchhoff verletzt runter

Der Plan von BVB-Trainer Peter Hyballa, auf dem Platz "richtig Alarm" zu machen, ging nur in der ersten Halbzeit auf. Nach dem Seitenwechsel kamen die Mainzer ins Rollen. Nicht die Borussen, sondern sie machten richtig Alarm. Allen voran Thomas Tuchel an der Seitenlinie. Nur drang er angesichts der Zuschauerkulisse nicht immer durch. "Richtig pfeifen muss ich noch lernen", sagte Tuchel lachend, "dann wird auch ein großer Trainer aus mir."

Zwei seiner Meisterspieler zählen ab der kommenden Saison zum Bundesliga-Kader: Andre Schürrle und Jan Kirchhoff, der im Finale mit einer Oberschenkelzerrung nach 22 Minuten vom Platz musste. "Andere Vereine sind schon sicher auf sie aufmerksam geworden", sagt Tuchel über die 18-jährigen Asse. Doch er findet, der Entwicklung der beiden U-19-Nationalspieler würden mindestens zwei, drei weitere Jahre bei den Nullfünfern gut tun.

Ihnen müsse, so Tuchel, bewusst sein: So schön der A-Junioren-Titel auch ist, er zähle ab sofort nichts mehr, denn der wichtigste Schritt komme erst jetzt: der in den Profibereich. Schürrle, der in knapp zwei Wochen bei den Profis loslegen will, bekam Sonntag ein dickes Kompliment von Heiko Herrlich. Der DFB-Trainer attestierte dem Youngster eine "überragende Leistung". Schürrle selbst lobte seine Teamkollegen: "Eine geile Mannschaft."

Die Verträge von Kirchhoff und Schürrle laufen bis 2012. Genauso lange hat der Verein Tim Fliess, Konstantin Fring und Robin Mertinitz an sich gebunden. Das Trio soll in der neuen Spielzeit in der zweiten Mannschaft (Regionalliga West) auf sich aufmerksam machen. Über den Verbleib von Meisterkeeper Volkan Tekin entscheidet erst ein Gespräch Mitte der Woche. "Kann sein, dass ich gehe", sagte Tekin der FR. Der Rest der Truppe bleibt Tuchel erhalten, denn überwiegend besteht die Meistermannschaft aus Spielern des Jahrgangs 1991. Sie sind noch ein Jahr bei den A-Junioren spielberechtigt.

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