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Triathlon Aldag hört auf

Der ehemalige Radprofi Rolf Aldag tritt von seinem Posten als Deutschland-Direktor der World Triathlon Corperation zurück. Private Gründe sind für Aldag entscheidend. Seine Zukunft sieht er künftig wieder im Radsport.

Im Zeichen des Ironman: Rolf Aldag (r.). Foto: Monika Müller

Der ehemalige Radprofi Rolf Aldag tritt von seinem Posten als Deutschland-Direktor der World Triathlon Corperation zurück. Private Gründe sind für Aldag entscheidend. Seine Zukunft sieht er künftig wieder im Radsport.

Gestern Valkenburg, heute Hanau: Gerade erst ist Rolf Aldag direkt von der aktuellen Straßenrad-WM in die künftige Ironman-Zentrale Europa gefahren. Doch das Leben zwischen den beiden Sportwelten neigt sich für den 44-Jährigen dem Ende entgegen. Die Zukunft des ehemaligen Radprofis gibt bald nicht mehr der Triathlon ab, sondern allein wieder der Radsport.

Die World Triathlon Corporation (WTC) hat am Sonntag verlauten lassen, dass im Zuge umfangreicher Umstrukturierungsmaßnahmen der vor nicht einmal einem Jahr installierte Ironman-Direktor Deutschland schon wieder aus dem Unternehmen ausscheide, das sich ganz im Besitz des profitgierigen amerikanischen Finanzinvestors Providence befindet.

Position von Walter gestärkt

„Aber es gibt keinen Streit“, sagt Aldag, „ich habe WTC-Chef Andrew Messick ganz offen darüber informiert, dass ich meiner Familie die ständige Abwesenheit nicht mehr zumuten möchte.“

Er wäre zeitweise zwölf Wochen am Stück nicht mehr zu hause gewesen. Aldag wohnt mit seiner Frau in einer umgebauten Schule am Möhnesee im Sauerland, die Tochter sei gerade eingeschult worden, „und wir wollten nicht umziehen“. Er werde noch einige Wochen die Übergabe regeln, „die Tätigkeit für den Ironman hat wirklich Spaß gemacht“.

Doch auffällig war schon, wie sehr er sich im Zusammenspiel mit dem gleichaltrigen Ausrichter Kai Walter bei den Veranstaltungen in Frankfurt und Wiesbaden zuletzt im Hintergrund hielt. Die Position Walters, der über die Pressemitteilung keinen Kommentar abgeben will, ist gestärkt worden, zumal Stefan Petschnig und Helge Lorenz vom Ironman Klagenfurt darauf verzichtet haben, zukünftig nach Hanau umzusiedeln. Petschnig galt als Anwärters auf Walters Leitungsposition.

In dessen Büroräumen wird die WTC künftig alle europäischen Aktivitäten bündeln – dazu wird das zwölfköpfige Team mutmaßlich aufgestockt.

Aldag sieht seine Zukunft woanders, „es gibt Interesse aus dem Radsport“. Denkbar wäre es, die bisher ausgeübte Tätigkeit als technischer Berater von Tony Martin noch auszubauen. Eines steht für Aldag fest: „Ich habe im Ironman jetzt so viel gesehen, dass ich irgendwann in Kona noch einmal selbst an der Startlinie in Hawaii stehen möchte.“

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