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J.P. Morgan Championship Opernplatz statt Central Park

1. Update Das Team vom Frankfurter Laufshop an der Zeil setzt sich in der J.P.-Morgan-Championship gegen Global Player durch. Zum Teamsieg reicht es dennoch nicht.

Team Frankfurter Laufshop
Siegten schon 2016 - und sind auch 2017 wieder am Start (von lins): Aaron Bienenfeld (schnellster Läufer 2016 in Frankfurt), Dennis Mickel, Florian Neuschwander und Thomas John vom Team Frankfurter Laufshop. Foto: privat

Natürlich hätte sich Aaron Bienenfeld einen anderen Austragungsort als Frankfurt gewünscht. Das liegt jetzt nicht daran, dass der 19-Jährige aus Offenbach kommt, sondern dass die Championship des J.P Morgan-Laufs, also das Finale, genauso gut in Sydney, Singapur oder San Francisco hätte ausgetragen werden können.

Im vergangenen Jahr spurteten die besten Läufer aus dem Jahr 2015 noch im Central Park von New York um die vorderen Plätze – diesmal werden sie zwischen Alter Oper und Universität unterwegs sein. Auch wenn er die 5,6 Kilometer lange Strecke dadurch schon kennt: Auf diesem Heimvorteil hätte Bienenfeld natürlich gerne verzichtet. „Ich hätte gerne auch mal eine andere Stadt besucht“, gesteht der 19-Jährige, auch wenn sein Chef im Frankfurter Laufshop das nicht so gerne hört, denn schließlich ist es für den kleinen Betrieb eine riesige Geschichte, überhaupt mit dabei zu sein.

Bei der Championship messen sich jeweils die besten Firmenteams der 13 Rennen des Vorjahres bei Frauen, Männern und dem Mixed-Team. Die vier besten Zeiten einer Firma werden jeweils gewertet. Bei den Männern hat sich tatsächlich der kleine Frankfurter Lauf-Shop an der Zeil durchgesetzt und solche Global Player wie Lufthansa und zahlreiche Banken hinter sich gelassen, auch wenn es bei der Commerzbank nur eine Sekunde war. Zum Vergleich: Die Lufthansa schickt dieses Jahr 1389 Teilnehmer auf die Strecke, der Laufshop hat zwölf Mitarbeiter. Zehn davon mussten antreten, um überhaupt in die Wertung zu kommen. „Es war jeder dabei, der laufen kann“, sagt Laufshop-Inhaber Jost Wiebelhaus.

Der 45-Jährige kam 2015 noch selbst in die Wertung. Da durfte Bienenfeld noch nicht laufen, weil er noch keine 18 war. Im vergangenen Jahr schaffte der Läufer des SSC Hanau-Rodenbach dann bei seinem Debüt die schnellste Zeit aller gut 68 000 Läufer. „In diesem Jahr will ich nochmal 10 bis 15 Sekunden schneller sein“, hat sich der Student der Wirtschaftswissenschaften vorgenommen. Für die Einzelwertung ist Bienenfeld recht optimistisch, „aber als Team wird es schwer, was zu reißen“, fürchtet er. Schließlich rücken die Siegerteams aus den anderen Städten an, darunter Global Player wie Google aus San Francisco oder BP aus London.

Gezielt für den 5,6-Kilometer-Lauf trainiert hat Bienenfeld nicht, dafür läuft er zu viele andere Rennen. Erst vergangene Woche ist er bei einem Berglauf im Bayerischen Wald gestartet. Diesmal geht es nur den Reuterweg hoch. Am Ende siegt Bienenfeld in 16:30 Minuten, hinter ihm landet sein Teamkollege Florian Neuschwander. Für den Sieg in der Teamwertung reicht es aber trotz des Doppelsiegs der Lokalmatadoren nicht ganz, die Läufer von Google schaffen es alle unter die ersten 15.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier J.P.-Morgan-Lauf Frankfurt 2017

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