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Frankfurt City-Triathlon Jubel für die „Königin der Zeil“

Beim Frankfurt-City-Triathlon gibt es viel Beifall für Topathleten und Jedermänner. Und Frankfurt präsentiert sich wieder als Sportstadt. Die Frankfurter sind es mittlerweile gewohnt, wenn Straßenabschnitte sowie die Zeil für die Laufstrecke der Athleten gesperrt sind.

02.08.2015 16:22
Amelie Buskotte
Die Wechselzone Radfahren/Laufen beim City Triathlon. Foto: Renate Hoyer

Die Sonne strahlt auf die Hauptwache und schon morgens um zehn Uhr strahlen Evelyn Müller und Viktoria Bossert mit ihr um die Wette. Die beiden Damen stehen am Zieleinlauf des Frankfurt-City-Triathlons und haben soeben die „Jedermann-Distanz“ hinter sich gebracht. 400 Meter Schwimmen im Langener Waldsee, zwölf Kilometer Radfahren und eine Laufstrecke von fünf Kilometern liegen hinter ihnen. „Es war einfach der Wahnsinn“, sagt Evelyn Müller. „Das war unser erster Triathlon“, sagt sie, „und sicher nicht der letzte“, fügt Viktoria Bossert hinzu“. Aus dem Schwarzwald sind die beiden Triathletinnen angereist, denn durch die Straßen der Frankfurter Innenstadt zu laufen, sei schon etwas ganz Besonderes. „Außerdem gibt es hier keine Berge“, sagt Evelyn Müller.

Frankfurt präsentiert sich an diesem Sonntag wieder als Sportstadt und die Frankfurter sind es mittlerweile gewohnt, wenn Straßenabschnitte sowie die Zeil für die Laufstrecke der Athleten gesperrt sind. Die Triathleten der Jedermann-Distanz sind mittlerweile alle im Ziel. Rund 200 Sportler hätten dabei teilgenommen, sagt Annette Gasper, die das Sportevent seit sechs Jahren in Frankfurt organisiert. „Noch eine gute halbe Stunde – dann erwarten wir die ersten Topathlethen“, sagt sie gespannt. Neben Sanitätern und der Polizei sind rund 300 Helfer an diesem Tag im Einsatz. Sie reichen den Athleten ihre Beutel und Wasser an, verteilen Urkunden und sichern die Strecke. „Bis jetzt läuft alles hervorragend“, freut sich Gasper.

In der Wechselzone am Roßmarkt sind bereits die ersten Triathleten, die die olympische Distanz bewältigen, angekommen. Vom Fahrrad abspringend, laufen sie über den Roßmarkt zum Wechselpunkt. Dann geht alles ganz schnell: Helfer reichen den Sportlern ihre Beutel an, die ziehen ihre Schuhe an und weiter geht’s. Nach anderthalb Kilometern Schwimmen und 45 Kilometern Fahrradstrecke, die sie vom Langener Waldsee über die B44 und die Kennedy-Allee in die Frankfurter Innenstadt geführt hat, müssen sie nun noch zehn Kilometer laufen. „Die sind jetzt schon hier – das ging aber schnell“, sagt ein Hobbyläufer überrascht, der unter den Zuschauern am Rand steht und den Sportlern zujubelt.

Am Zieleinlauf an der Hauptwache versammeln sich währenddessen immer mehr Menschen und jubeln den vorbeilaufenden Triathleten zu. Unter ihnen ist Peter Dobbertin. Der 64-Jährige beobachtet die Sportler ganz genau. Er kennt sich aus, hat er doch selber zehn Mal den Triathlon absolviert. Das Besondere an einem Triathlon sei die Herausforderung, erzählt er. Und das Schlimmste: „Der Wechsel vom Fahrrad zum Laufen – da geht man wie auf Eiern“, sagt er.

Kletterwand aufgebaut

Rund um den Zieleinlauf sind Stände mit Fahrrädern, Laufschuhen und Sportkleidung aufgebaut. Auch eine Kletterwand und weitere Angebote für Kinder sind dabei. Zudem weht ein erster Duft von gegrilltem Gemüse und Fleisch vom angrenzenden Street Food Festival herüber. Dort werden an einem Barbecuestand bereits fleißig Zwiebeln geschält, denn wenn die Triathleten im Ziel sind, werden gegen Mittag die Essensstände gut gefüllt sein. Das Street Food Festival bietet selbst zubereitete Spezialitäten aus Asien, den USA und Europa. „Wir wollen gesundes Fast-Food anbieten“, sagt ein Standbetreiber.

Vom Zieleinlauf tönt erneut Jubel herüber. Faris Al Sutan, der bekannte Triathlet aus München, ist bereits im Ziel angekommen. Dann kommt die erste Frau, die die olympische Distanz absolviert. Natascha Schmitt, der Annette Gasper ob ihres dritten Siegs in Frankfurt den Titel „Königin der Zeil“ verleiht, hat etwas mehr als zwei Stunden gebraucht. Kurz darauf ehrt Gasper gemeinsam mit Sportdezernent Markus Frank die Jedermann-Athleten Evelyn Müller und Viktoria Bossert haben ihre Medaille bereits um den Hals. Sie können sich gut vorstellen, beim nächsten Mal wieder dabei zu sein: „Die Veranstaltung ist super organisiert, es hat sehr viel Spaß gemacht.“

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