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Frankfurt City Triathlon Eine Königin und ein Eisenmann auf der Zeil

Beim Frankfurter City-Triathlon sind zur fünften Auflage wieder namhafte Profis auf der olympischen Distanz unterwegs.

Schnell unterwegs in Frankfurt: Natascha Schmitt. Foto: Huebner/Ferreira

Manchmal bedarf es keiner großer Vorrede oder besonderer Anreize. Eher zufällig ist Annette Gasper, die umtriebige Veranstalterin des Frankfurter City-Triathlons, kürzlich bei der Swimnight am Langener Waldsee dem Triathlon-Urgestein Jürgen Zäck über den Weg gelaufen. Als beide am Ufer ins Plaudern gerieten, sagte der Altmeister spontan zu, sich an diesem Wochenende auch nach Frankfurt zu begeben, um sich unter die 2200 Starter zu mischen. „Wir sind mittlerweile in der Szene und im Rennkalender fest etabliert“, sagt Annette Gasper, die es im Windschatten des Ironmans geschafft hat, eine eher familiäre Veranstaltung zu kreieren, die sich am Langener Waldsee, dann aber vor allem rund um die Hauptwache abspielt, wo sich das Ziel befindet.

Die fünfte Auflage umfasst am Sonntag allein drei verschiedene Wettbewerbe – außer der klassischen olympischen Distanz (Start 9.15 Uhr) über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen gibt es noch einen Jedermann-Wettbewerb (Start 8 Uhr – 400 Meter / zwölf Kilometer / fünf Kilometer) und neuerdings den Sprint (Start 10.40 Uhr – 750 Meter / 28 Kilometer / fünf Kilometer).

Schmitt will dritten Titel

Das Profifeld führt der ehemalige Hawaii-Sieger Faris Al-Sultan an. Allerdings ist der 36-Jährige, der im April zum ersten Mal Vater geworden ist, bekanntlich eher auf die längeren Distanzen spezialisiert. Sportlich die besseren Möglichkeiten besitzt sicher der Darmstädter Profi Horst Reichel, der 2010 bei der Premiere des Frankfurter City-Triathlons triumphierte. Spannend dürfte es bei den Frauen werden. Großes hat Natascha Schmitt vor, die sich endgültig zur „Königin der Zeil“ krönen will. Zweimal hat die 28-jährige Frankfurterin in ihrer Heimatstadt schon gewonnen, nun soll für die Sportwissenschaftlerin am Sonntag der dritte Titel her. An der Startlinie steht übrigens auch Nicole Leder, die im vergangenen Jahr in Roth offiziell Abschied feierte, aber die Lust am Triathlon auch mit 42 Jahren nicht verloren hat.

Annette Gasper ist es wichtig, bei dem mit insgesamt 300 000 Euro budgetierten Triathlon den Nachwuchs zu fördern – und sie hätte nichts dagegen, wenn sich ambitionierte Amateure die ausgelobten Prämien einheimsen. Immerhin 7000 Euro an Preisgelder – jeweils 2000 Euro für den Sieger bei Männer und Frauen – schütten die Ausrichter aus. „Das mache ich gerne“, sagt die 36-Jährige. Das hat einen einfachen Grund: „Ich weiß, dass dafür eine Gegenleistung steht.“

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