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City Triathlon 2013 Schwimmen, radeln, laufen

Rund 1700 Teilnehmer des City-Triathlon 2013 erreichen die Ziellinie an der Hauptwache. Am schnellsten legte der Profi Sebastian Kienle die Strecke zurück: Der aktuelle Weltranglistenerste aus dem baden-württembergischen Mühlacker brauchte nur eine Stunde und 54 Minuten.

Raus aus dem Wasser und rauf aufs Fahrrad bis nach Frankfurt. Dort laufen die Athleten durch die Innenstadt. Foto: Michael Schick

Nur knapp verfehlte der City-Triathlon am Samstag den Teilnehmerrekord vom vergangenen Jahr: Etwa 1700 „Finisher“ erreichten nach vorläufigen Angaben des Veranstalters die Ziellinie an der Hauptwache – rund 100 weniger als noch 2012. Nach dem Schwimmen im Langener Waldsee waren die Triathleten über die B44 in Richtung Stadtzentrum geradelt, wo sie nach einer Schleife durch den Frankfurter Westen ihre Laufschuhe anzogen. Mehrere tausend Menschen jubelten den Sportlern beim Lauf durch die zu weiten Teilen abgesperrte Innenstadt zu.

Organisatorin Annette Gasper sprach trotz der niedrigeren Teilnehmerzahl von einem „Rekordzuspruch“ : Schließlich sei der City-Triathlon im vergangenen Jahr zugleich ein Liga-Wettkampf gewesen, womit schon von vornherein 300 Profis mehr an den Start gingen. „Wir wachsen stetig“, so die Geschäftsführerin des Veranstalters „Eventpower“. Nach dem Hamburger Triathlon sei der City-Triathlon in Frankfurt mittlerweile der zweitgrößte in Deutschland für die Olympische Strecke. Olympisch heißt: 1 500 Meter schwimmen, 45 Kilometer Radfahren und anschließend zehn Kilometer laufen.

Tolle Atmosphäre an der Laufstrecke

Am schnellsten legte der Profi Sebastian Kienle die Strecke zurück: Der aktuelle Weltranglistenerste aus dem baden-württembergischen Mühlacker brauchte nur eine Stunde und 54 Minuten. Bei den Damen gewann eine Frankfurterin. Natascha Schmitt erreichte nur eine Viertelstunde nach Kienle den roten Teppich des Zielbereichs an der Hauptwache. Nach dem für sie enttäuschenden 28. Platz beim Frankfurter Ironman vor vier Wochen, zeigte sich die 27-Jährige bei der Siegerehrung überglücklich: „In meinem zweiten Heimspiel wollte ich endlich zeigen, was in mir steckt“, so die Diplom-Sportwissenschaftlerin aus Sachsenhausen. Ihr großes Ziel für 2015: Die Teilnahme beim weltberühmten Ironman auf Hawaii.

Dem Gros des Teilnehmerfeldes ging es allerdings nicht um sportliche Spitzenleistungen. Bernd Gunkel lief seinen ersten olympischen Triathlon in dreieinhalb Stunden. Die Zeit sei ihm egal, so der 59-Jährige. Auch wenn gerade das Laufen am Ende „quälend“ gewesen sei, die Atmosphäre an der Laufstrecke sei „toll“ gewesen, schwärmt der Frankfurter.

Sportbegeistertes Frankfurt

Wem die olympische Distanz zu anspruchsvoll war, der konnte auch in diesem Jahr wieder die „Jedermann“-Strecke zurücklegen: Knapp 600 Hobby-Sportler entschieden sich für den „abgespeckten“ Triathlon, mit 400 Meter schwimmen, zwölf Kilometer Radfahren und fünf Kilometer laufen. Damit sei der City-Triathlon keine Konkurrenzveranstaltung zum prestigeträchtigen Frankfurter Ironman, hebt Gasper hervor. Beim City-Triathlon könne jeder mitmachen. Mit den Veranstaltungen sei das „ohnehin sportbegeisterte Frankfurt“ mittlerweile eine „Triathlon-Hochburg“ geworden, freut sich Gasper.

Auch Stadtverordnete Eva Maria Lang(CDU), die die Siegerehrung vorgenommen hatte, unterstrich das Sportstadt-Image. „Es kann nicht genug Sport geben in Frankfurt“, sagte Lang. Zwar habe sie Verständnis dafür, dass einige Bürger die Verkehrsbehinderungen, die mit diesen Großveranstaltungen einhergehen, störten, jedoch würde für sie das Positive überwiegen. Sie selber sei mit der Straßenbahn zur Siegerehrung gekommen. Als sie dann in die „strahlenden Gesichter der Sportler“ geschaut habe, habe sie gewusst, dass der City-Triathlon „eine gute Sache“ sei.

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