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Löwen Frankfurt „Wir wollen wieder DEL spielen“

Die Löwen Frankfurt starten am Freitag in die Zweitliga-Saison. Ein sportlicher Aufstieg ist aber frühestens 2019 möglich. Zusätzlicher Ärger hat der DEL-2-Ligist wegen der Stadt Frankfurt.

Stefan Kraemer
Stefan Krämer, Geschäftsführer der Löwen Frankfurt. Foto: Roskaritz (imago)

Es ist ein Anblick, der auch nach mehr als vier Monaten noch Glücksgefühle bei Stefan Krämer weckt. Da stand er, der silberne Henkelpott, glitzerte im Sonnenlicht, das durch die große Fensterfront fiel – und Krämers Augen glitzerten mit. „Man kann ihn sich gar nicht oft genug ansehen“, ließ der Geschäftsführer der Löwen Frankfurt verlauten. Doch bald heißt es Abschied nehmen. Denn am Freitag, wenn die DEL2 den Betrieb wieder aufnimmt, muss der amtierende Meister seine Trophäe zurück in die Hände von Liga-Geschäftsführer René Rudorisch legen.

Es geht gegen die Steelers

Um 19.30 Uhr empfangen die Löwen am heimischen Ratsweg die Bietigheim Steelers, genauso wie am 25. April, als die Hessen den Meisterpokal erstmals in die Höhe recken durften. Seitdem hatte der Pott einen Ehrenplatz im Löwen-Office in der Carl-Benz-Straße, wurde zu allerlei Fan- und Sponsoren-Events mitgeschleppt, auch die Spieler durften sich den schweren Silberkelch das ein oder andere Mal ausborgen. Und bei der Akquise potentieller neuer Geldgeber war der Siegespreis natürlich ein nettes Mitbringsel. „Das hat für den ein oder anderen Aha-Effekt gesorgt“, berichtete Krämer, dem dabei allerdings immer wieder zu einem vermeintlichen Aufstieg der Löwen gratuliert wurde – fälschlicherweise.

Denn einen sportlichen Auf- und Abstieg zwischen erster und zweiter Liga gibt es bis heute nicht. Die Einigung zwischen Ober- und Unterhaus zieht sich weiter hin. Im April hatte die DEL die von sechs Zweitligaklubs eingereichten Unterlagen als nicht vertragskonform abgelehnt, nun geht der Fall vor das Deutsche Sportschiedsgericht. Eine Entscheidung werde es wohl erst Ende November oder Anfang Dezember geben, sagte Rudorisch gestern bei der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz in einem Frankfurter Edelhotel. Ein Auf- und Abstieg, so der 39-Jährige, sei „eine wesentliche Grundlage für die Weiterentwicklung des deutschen Eishockeys.“

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