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Löwen Frankfurt Löwen planen die Zukunft

Löwen-Sportdirektor Franz Fritzmeier will eine junge, hungrige Mannschaft in der DEL2 aufbauen. Ein neuer Trainer soll im April vorgestellt werden.

Loewen Frankfurt
Bedankt sich bei den Fans und schwört sie auf die neue Saison ein: Franz Fritzmeier. Foto: Pressehaus

Als die Kameras ausgeschaltet waren, schnaufte Franz Fritzmeier tief durch. Nach der letzten offiziellen Pressekonferenz der Saison, der letzten Frage-Antwort-Runde für ihn als Interimstrainer der Löwen Frankfurt, konnte man spüren, wie der Druck von dem 37-jährigen Bad Tölzer abfiel. „Jetzt ist es vorbei“, sinnierte er. Das galt für zwei Dinge: Nach der bitteren 2:3-Niederlage im sechsten Halbfinalspiel gegen die Bietigheim Steelers endete die Saison der Löwen – und damit auch Fritzmeiers Zeit als Coach. Mitte März war er für den geschassten Paul Gardner eingesprungen, nun wird er sich wieder ganz seiner eigentlichen Aufgabe als Sportdirektor widmen.

Ein paar Tage will der Bayer nun „runterkühlen“, noch im Lauf dieser Woche wird er sich jedoch mit allen Spielern zusammensetzen und mit ihnen über die Zukunft sprechen. Man darf gespannt sein, wie der bestens vernetzte Manager, der im Dezember am Ratsweg anheuerte und nun zum ersten Mal den Löwen-Kader plant, die Mannschaft nach seinen Vorstellungen umbauen wird. Fritzmeier spricht selbst von einer „Umstrukturierung“, betont aber auch, dass „nicht übermäßig viele“ neue Spieler nach Frankfurt kommen werden.

Am Ende fehlte die Cleverness

Vor ein paar Wochen, als die Löwen unter Gardner einem frühen Saisonende entgegentaumelten, hörte sich das noch anders an. Doch mit Fritzmeier als Trainer stabilisierte sich der Hauptrundendritte wieder. Er könne der Mannschaft nicht vorwerfen, dass sie nicht alles gegeben hätte, attestiert der Interimscoach. Womöglich geht der ein oder andere Spieler nun mit besseren Karten in die Vertragsgespräche als noch vor einigen Wochen. „Die ganze Mannschaft hat sich die letzten Wochen nochmal gezeigt“, lobt Fritzmeier. Auch wenn die Löwen ihre gute Leistung gegen Kassel (vier Siege aus vier Spielen unter Fritzmeier) im Halbfinale nicht bestätigen konnten. „Wir haben zu viele einfache Gegentore hergeschenkt“, ärgerte sich Verteidiger Tim Schüle. „Am Ende hat die Cleverness gefehlt, es war zu einfach gegen uns.“

Fritzmeier will nun eine junge, hungrige Mannschaft aufbauen. Mit Spielern, die noch Ziele haben. Die die Löwen als Sprungbrett in die erste Liga ansehen. Und nicht glauben, dass sie den Zenit ihrer Karriere schon erreicht haben, wenn sie nach Frankfurt wechseln. Dazu spekuliert der Sportdirektor auf Spieler, die auf ein DEL-Angebot gehofft, aber keins bekommen haben. „Die kriegst du nicht im Februar“, so Fritzmeier. Langsam nehme der Markt für diese Akteure aber Fahrt auf.

Brett Jaeger wird die Löwen derweil verlassen, der ausgeliehene Max Gläßl ebenso nach Straubing zurückkehren wie Martin Schymainski und Max Faber nach Krefeld. Dominik Tiffels ist zu alt für eine weitere Saison als Förderlizenzspieler und wird künftig nur noch für die Kölner Haie auflaufen. Laut Fritzmeier werden einige weitere Spieler den Sprung in die DEL wagen. Als Kandidaten gelten Schüle und Topscorer C.J. Stretch.

Wade MacLeod, dem in den Playoffs nicht ein Scorerpunkt gelang (Fritzmeier: „Das ist zu wenig“), wird wohl kein neues Angebot erhalten. Ähnlich sieht es bei Kapitän Patrick Jarrett aus, der zwar ein guter Anführer ist, aber nicht mehr der sehr gute Mittelstürmer, der er vor einigen Jahren noch war. Der 34-Jährige ist jedoch für den Posten des Co-Trainers im Gespräch. Als Neuzugänge sind die beiden Bad Nauheimer Felix Bick und Marius Erk im Gespräch.

Und dann brauchen die Löwen ja auch noch einen neuen Trainer. Laut Fritzmeier seien die Gespräche mit einem „nicht deutschsprachigen“ Kandidaten „weit fortgeschritten“. Bis Ende April soll der neue Mann an der Bande feststehen.

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