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Löwen Frankfurt Frankfurter Löwen jagen Essener Moskitos

Passend zur betriebsinternen Harmonie kommen die Löwen Frankfurt in der Eishockey Oberliga West zu einem deutlichen 14:1 bei den Essen Moskitos.

22.12.2012 09:19
Sebastian Rieth
Diesmal gab's nichts zu Meckern: Trainer Frank Gentges feiert mit den Löwen einen klaren Sieg. (Archivbild) Foto: Pressefotografie Storch, Bad Hg.

Pünktlich zu Weihnachten ist bei den Löwen Frankfurt doch tatsächlich die Besinnlichkeit eingekehrt. Trainer Frank Gentges grantelt nur noch selten, Michael Bresagk, der nach internen Querelen Mitte Oktober als Sportlicher Leiter zurückgetreten war, schnürt mit seinen 42 Jahren sogar wieder die Schlittschuhe für die zweite Mannschaft des Eishockey-Oberligisten, und auch der Streit um Danny Albrecht ist beigelegt.

Der Stürmer war vor einigen Wochen mit Gentges zusammengerasselt und hatte daraufhin seinen Trainer öffentlich eines tätlichen Angriffs bezichtigt. Nun räumt Albrecht ein: „Nach dem Vorfall habe ich zu emotional reagiert. Ich hätte nicht einfach meine Sachen packen und nach Hause fahren, sondern das Gespräch suchen sollen. Das tut mir leid.“

Geschäftsführer Stefan Krämer nahm die Entschuldigung an, sah aber keine Basis für eine weitere Zusammenarbeit und ließ Albrecht zu den Kassel Huskies ziehen. Über die Ablösemodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart.

Mit so viel Harmonie im Gepäck konnte es für den Tabellenzweiten beim Auswärtsspiel gegen die Moskitos Essen am Freitagabend eigentlich nur gut laufen. Schon nach zwei Minuten führten die Löwen durch Nils Liesegang und Tom Fiedler, am Ende stand ein ungefährdeter 14:1 (3:1, 6:0, 5:0)-Sieg. Die weiteren Frankfurter Tore schossen Rumpel (3), Liesegang (2), Martens (2), Kirschbauer, Breiter, Mayr, Domogalla und Schmid.

Alles wieder auf null

Großen Wert hat der 14. Saisonerfolg aber nur für die Statistik. In einer Woche werden die Punkte der Hauptrunde ohnehin gestrichen und alles wieder auf null gesetzt. Auch die West-Meisterschaft ist quasi entschieden. Die Kassel Huskies werden sich den Titel nach dem 3:2-Sieg in der Verlängerung gegen den EC Bad Nauheim wohl nicht mehr nehmen lassen – allen Unruhen zum Trotz.

Vor dem Derby tauchte der Gerichtsvollzieher bei den Nordhessen auf und pfändete die Ticketkassen, schon unter der Woche wurde wegen offener Rechnungen kurzzeitig der Strom abgestellt. Von einer Harmonie wie in Frankfurt können die Huskies derzeit nur träumen. Das war auch schon mal anders.

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