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Löwen Frankfurt Ein schweres Stück Arbeit

Die Löwen Frankfurt setzen sich nach hartem Kampf erst im Penaltyschießen gegen den EHC Dortmund durch.

26.11.2012 16:09
Von Sebastian Rieth
Löwen-Keeper Danijel Kovaciv im Duell mit dem Dortmunder Marc Haaf. Foto: Pressefotografie Storch, Bad Hg.

Reisen in die Vergangenheit können mitunter ziemlich anstrengend sein. Frank Gentges weiß davon ebenso ein Lied zu singen, wie sieben Spieler der Löwen Frankfurt, die im vergangenen Jahr zusammen mit ihrem Trainer noch beim EHC Dortmund unter Vertrag standen und dort sogar die Meisterschaft der Eishockey-Oberliga West feierten. Am Sonntagabend brauchten sie einen echten Kraftakt und einen Treffer von Tom Fiedler im Penaltyschießen, um den Ex-Verein mit 2:1 (1:0, 0:1, 0:0, 1:0) zu besiegen. Das überraschte, schließlich ist die Dortmunder Mannschaft längst nicht mehr das, was sie einmal war. Der Großteil wanderte ja nach Frankfurt aus.

Gentges haderte mit dem Schicksal. „Das Tor war verhext“, sagte der Coach. „Ich hasse diese Tage, weil wir uns nicht belohnt haben.“ Richtig auf die Palme brachte ihn allerdings das Verhalten von Danny Albrecht, den er im zweiten Drittel am Kragen packte, durchschüttelte und in die Kabine schickte. „Ich habe ihn hochgehoben, weil er so müde war“, erzählte Gentges noch im Spaß. Danach wurde es ernst. „Er ging nicht richtig zum Checken und hat abfällige Bemerkungen gegenüber einem Mitspieler gemacht. Ein solches Verhalten dulde ich nicht.“

Außerdem erzählte Gentges, dass Albrecht ein Angebot eines Konkurrenten vorliegen habe. Es sei möglich, dass solche Spieler dann ihren Rauswurf provozieren. „Kassel wildert bei uns. Das ist alles eine Frage des Preises. Dann müssen sie eben eine fette Ablöse zahlen“, prangerte der Coach eine Woche vor dem Derby an. Husky-Geschäftsführer Stefan Traut kann das nicht verstehen. „Ich finde diese Worte von Herrn Gentges eine Unverschämtheit“, sagte er der FR

„Keine Ahnung, was da los ist"

„Der Spieler wurde uns über seinen Agenten Angeboten. Keine Ahnung, was da los ist. Aber wir werden ihn sicher nicht aus einem Vertrag rauskaufen.“ Erst vergangene Woche war Verteidiger Stephan Kreuzmann von Kassel nach Frankfurt gewechselt, weil er sich bei den Nordhessen nicht wohl fühlte.

Gegen Dortmund tat sich die Mannschaft ungewöhnlich schwer, spielte umständlich und ging erst nach 16 Minuten durch einen Bauerntrick von Lance Monych in Führung. Der ist ausnahmsweise mal kein ehemaliger Dortmunder. Der Knoten im Spiel der Löwen löste sich danach aber keineswegs, er wurde sogar noch fester gezurrt. Während Fiedler der Pfosten im Weg stand, machte es Dortmunds Marc Haaf auf der Gegenseite besser.

Sein Schlenzer landete zum Ausgleich direkt im Torwinkel. Wie schon beim 4:2-Sieg in Duisburg am Freitagabend mussten die Löwen hart arbeiten, kamen im letzten Abschnitt stark auf, verspielten aber mit dem Punktverlust vielleicht schon die Meisterschaft. Gentges weiß: „Wir sind nicht die Topmannschaft, für die uns alle halten.“

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