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Lions gegen Hamburg Testlauf gegen die Kühlschränke

Nach dem überzeugenden Auftritt gegen Köln treffen die Frankfurt Lions an diesem Dienstag auf Hamburg. Sogar der Sprung auf Platz eins winkt. Von Matthias Kittmann

24.11.2009 00:11
Matthias Kittmann
Lions-Coach Rich Chernomaz fordert von seinen Spielern Stabilität. Foto: getty

Fernsehauftritte müssen nicht immer glücken. Das lässt sich bei zahlreichen Formaten täglich beobachten. Was der Eishockey-Erstligist Frankfurt Lions jedoch am vergangenen Sonntagabend beim 8:4-Sieg bei den Kölner Haien dem geneigten TV-Publikum präsentierte, war Hochglanzwerbung für das eigene Produkt. Mit diesem Sieg, dem fünften in Folge stürmten sie - an Erzrivale Adler Mannheim vorbei - auf Rang zwei, nur einen Punkt hinter den Berliner Eisbären.

Schon an diesem Dienstag abend (19.30 Uhr) geht es weiter, in der Eissporthalle sind die Hamburg Freezers zu Gast. Da könnte sogar der Sprung auf Platz eins gelingen, da Berlin spielfrei ist. Lions-Trainer Rich Chernomaz interessieren solche Gedankenspiele nicht. "Ob wir Erster oder Vierter sind, ist mir völlig egal", sagt er, "mich interessiert nur der Prozess, den die Mannschaft durchläuft." Ein Prozess, der auf die Playoffs ausgerichtet ist. Und in dem Chernomaz Stabilität in allen Mannschaftsteilen verlangt.

Aus seiner Sicht könnte da der Gala-Auftritt in Köln sogar kontraproduktiv gewesen sein. "Die Abwehr stand nicht so stabil und am Ende war es zu leicht", moniert der Kanadier. Zu leicht im Sinne von drohender Überheblichkeit.

Chernomaz erinnert sich noch an die vergangene Saison

Schon vor zwei Wochen äußerte sich Chernomaz im Hinblick auf das, was langfristig wichtig für den Erfolg ist: "Erst wenn wir bei Siegen nicht abheben und bei Niederlagen nicht einknicken, sind wir stabil." Chernomaz ist noch all zu gut in Erinnerung, dass die Lions in der vergangenen vergangene Saison zum gleichen Zeitpunkt auch weit oben standen, in der zweiten Saisonhälfte aber Platz für Platz absackten und sogar die Playoffs verpassten.

Das Spiel gegen die Hamburger könnte also so ein Test werden. In den bisherigen zwei Saisonspielen gegen die Freezers hatten die Lions leichtes Spiel. Doch die Norddeutschen sind nicht mehr die Lachnummer, die sie noch vor drei Wochen waren. Von den vergangenen fünf Spielen haben sie vier gewonnen und selbst bei der einen Niederlage noch gepunktet. Ein sehr ernstzunehmender Gegner also, zumal die Lions in der Vergangenheit oft ihre Probleme mit den Freezers hatten.

Dennoch wäre es schlimm, wenn nicht ein bisschen Spaß erlaubt wäre. So fallen die meisten Lions-Spieler seit einiger Zeit mit einer gewöhnungsbedürftigen Gesichtsfrisur auf, dem Oberlippenbart. Einige sehen damit wie Tom Sellek alias TV-Detektiv Thomas Magnum aus, andere eher wie Elvis Presley in Verkleidung. Ob sie mit den Bärtchen ihre Gegner vor Schreck oder vor Lachen aus dem Konzept bringen, sei dahin gestellt. Aber: "Seit wir die Schnauzer tragen, läuft´s bei uns", erklärt Lasse Kopitz grinsend. Aha.

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