Lade Inhalte...

Frankfurter Löwen Teddys zum Aufwärmen

Die Frankfurter Löwen zerzausen zum Auftakt Aufsteiger Neuwied und siegen mit 14:0.

28.09.2012 22:29
Sebastian Rieth
Die Löwen haben wieder einmal Grund zum Jubeln. Foto: Huebner/Scheiber

Der Tag hatte für die Reisegruppe aus Neuwied schon denkbar schlecht begonnen. Weil einige Spieler in die Vollsperrung nach einem Autounfall gerieten, kamen sie zu spät am vereinbarten Treffpunkt an und verzögerten so die Abfahrt zum ersten Spiel dieser Eishockey-Oberligasaison in Frankfurt. Dort wurde der EHC dann, nachdem die Partie mit zehnminütiger Verspätung begonnen hatte, zum Opfer der Löwen. Der Titelaspirant siegte mit 14:0 (2:0, 4:0, 8:0) – und war dabei sogar noch gnädig.

Denn im ersten Drittel ließen die Hessen zahlreiche Chancen liegen, scheiterten immer wieder an Neuwieds Torhüter Tim Kühlem und gingen erst nach 13:36 Minuten in Führung. Pascal Schoofs schloss einen Konter zum ersten Löwen-Treffer dieser Spielzeit ab, der den vom Zweitligisten aus Bietigheim gekommenen Verteidiger so richtig auf den Geschmack brachte: Auch die Tore zwei, vier und sechs gingen auf sein Konto. Zwischendrin hatten Sven Breiter und Roland Mayr das Ergebnis in die Höhe geschraubt.

Munteres Schießen

Die Treffer fielen wie reife Äpfel, aber die Erkenntnisse zu Beginn dieser Saison, in der in Frankfurt vieles anders und alles besser werden soll, sind gering. „Man kann daraus gar nichts ableiten. Aber das hatten wir erwartet“, sagte der Sportliche Leiter Michael Bresagk. Zu schwach präsentierte sich der Aufsteiger aus Rheinland-Pfalz, der im Sommer nicht mal die Hälfte der Frankfurter Vorbereitungszeit absolviert hatte und deshalb physisch mit zunehmender Spieldauer immer mehr einknickte. Auch individuell konnte das Team kaum Akzente setzen. Die Bären, so nennen sie sich in Neuwied gern, waren an diesem Abend so harmlos wie ein Teddy im Spielwarenregal.
So ging das muntere Schießen auch im Schlussdrittel weiter und brachte den Gastgebern vor 4000?Zuschauern ganz nebenbei auch noch die Tabellenführung der Westgruppe ein. Jakub Rumpel (2), Adam Domogalla, Breiter, Tom Fiedler (2), Steven Bär und Patrick Schmid vollendeten den Kantersieg.
Zum Derby in Bad Nauheim erwartet die Mannschaft schon morgen (18.30 Uhr) ein anderes Kaliber, dann werden sie erstmals richtig gefordert sein. Dieser Wechsel von hoffnungslos unterlegenen Gegnern und absoluten Spitzenmannschaften hatte Trainer Frank Gentges eigens in den Testspielen üben lassen. Er weiß: „Es wird ein schwieriger Spagat.“ Da war der Auftaktsieg allenfalls ein Aufwärmprogramm.

Zur Startseite

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum