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Eishockey Oberliga Persilschein für Clayton Beddoes

Auch im achten Derby schlittern die Löwen Frankfurt als Verlierer vom Eis. Trotz der 3:-Pleite gegen Bad Nauheim steht Manager Michael Bresagk weiter zu Clayton Beddoes: "Wir werden mit ihm als Trainer in die neue Saison gehen.“

13.02.2012 02:37
Sebastian Rieth
Teufel im Glück: Schwab trifft, Löwe Wendler (re.) schaut zu. Foto: Storch

Auch im achten Derby schlittern die Löwen Frankfurt als Verlierer vom Eis. Trotz der 3:-Pleite gegen Bad Nauheim steht Manager Michael Bresagk weiter zu Clayton Beddoes: "Wir werden mit ihm als Trainer in die neue Saison gehen.“

Am Freitagabend, zwei Tage vor der 3:5 (2:1, 0:3, 1:1)-Derbyniederlage bei den Roten Teufeln Bad Nauheim, nahm sich Clayton Beddoes Zeit für die kleine Schar an Journalisten. Ausführlich erklärte der Trainer der Löwen Frankfurt, wie er den favorisierten Lokalrivalen denn schlagen wolle.

Er mühte sich, zeichnete unentwegt Schaubilder und ließ – fast nebenbei – Worte fallen, mit denen kaum einer gerechnet hatte. Er, der immer höfliche und nette Kanadier, wisse sehr wohl um die Mechanismen der Branche, er sei sich bewusst, dass auch sein Trainerposten kein Freifahrtschein sei – trotz eines erst im November bis Sommer 2013 verlängerten Arbeitspapiers. „Im Sport sind Verträge kaum mehr etwas wert“, sagte er.

Beachtliche Worte.

Beddoes bleibt Trainer

Laut Beddoes werde es darauf ankommen, wie sich die Mannschaft nach dem Verpassen des als Saisonziel gesetzten vierten Platzes in der Eishockey-Oberliga West präsentiert. Beddoes auf Bewährung? Ganz entschlossen entgegnet Manager Michael Bresagk: „Das steht überhaupt nicht zur Diskussion. Wir werden mit ihm als Trainer in die neue Saison gehen.“ Ein klares Bekenntnis zum Trainer, der selbst betont, von sich aus nicht die Flinte ins Korn schmeißen zu wollen.

Das Derby in Bad Nauheim lieferte Argumente für eine weitere Zusammenarbeit. Es scheint als habe er und sein Team nach den turbulenten Wochen den Hebel gefunden, eine missratene Saison anständig zu Ende zu bringen.

Löwen mit gutem ersten Drittel

Die Löwen haben den Kampf wieder entdeckt, die Rumpftruppe opfert sich füreinander auf. Auch ins mit 4000 Zuschauern besuchte Colonel-Knight-Stadion waren die vom Verletzungs- und Krankheitspech gebeutelten Frankfurter nur mit 14 Spielern angereist.

Im ersten Drittel verkauften sie sich – obwohl Tobias Schwab bereits nach 90 Sekunden zur Führung für die Gastgeber getroffen hatte – hervorragend.

Blitzschnell schalteten die Löwen von einer knackigen Defensive auf einen zielstrebigen Angriff um, Kevin Thau gelang der Ausgleich (7.) und Ryan Fairbarn nach einer Viertelstunde die Führung. Beide Treffer hatte Sven Breiter, der ewige Irrwisch auf dem Eis, mit tollen Soli vorbereitet.

Dass das Spiel im Mittelabschnitt kippte, hatte zwei Gründe: Zum einen schwanden den dezimierten Gästen zunehmend die Kräfte, zum anderen sorgten die Schiedsrichter mit unverständlichen Strafzeiten für eine ständige Unterzahl der Löwen.

Die Folge: Lanny Gare schob im Bad Nauheimer Powerplay die Scheibe aus kurzer Distanz ein (27.), Michel Maaßen (34.) und Kevin Lavallee (38.) brachten die Wetterauer trotz eines überragenden Christian Wendler im Frankfurter Tor mit 4:2 in Front. „Wenn wir Fünf gegen Fünf gespielt hätten, dann wäre uns das nicht passiert“, meinte Stürmer Jan Barta. „Das hat auch Auswirkungen auf den Kopf.“

In der 43. Minute brachte Martin Schweiger die Löwen noch einmal ran. Der Kapitän a.D. war es auch, der sich anschließend am heftigsten über die Schiedsrichter echauffierte. Nur Sekunden nach dem Anschluss war Breiter der Ausgleich gelungen – doch die Unparteiischen gaben den Treffer nicht. Aus unerklärlichen Gründen. „Sie haben es uns schon ein bisschen versaut“, sagte Schweiger angefressen.

Als Maaßen das 5:3 für den Spitzenreiter erzielte, war die achte Derbypleite der Löwen nicht mehr zu verhindern.

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