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Eishockey Brave Löwen starten mit 2:5-Niederlage

Die Löwen Frankfurt verlieren ihr erstes Halbfinalspiel bei den Bietigheim Steelers überraschend deutlich mit 2:5. Am Samstag steht das Rückspiel in den DEL2-Playoffs an.

Antti Karjalainen
Antti Karjalainen von den Löwen Frankfurt bekommt von den Bietigheim Steelers fünf Gegentore eingeschenkt. Foto: imago

Am Tag nach der Pleite im Ellental mussten die Löwen Frankfurt eine ganze Weile warten, ehe sie in der heimischen Eissporthalle den Frust des Vorabends rausschwitzen konnten. Von Freitag bis Montag findet am Ratsweg das traditionelle Osterturnier der Bambinis und Kleinstschüler statt, bei dem sich der Frankfurter Nachwuchs mit Gegnern aus Schwenningen oder Budapest misst. Da müssen eben auch die Profis mal kürzer treten. Als der Nachwuchs Mittagspause machte, durften die ausgewachsenen Löwen dann aber aufs Eis.

Dort gab es für die DEL2- Mannschaft einiges aufzuarbeiten. Am Donnerstag hatten die Hessen ihr erstes Halbfinalspiel bei den Bietigheim Steelers überraschend deutlich mit 2:5 (0:1, 1:2, 1:2) verloren und dabei längst nicht mehr so souverän agiert wie zuletzt beim 4:2-Seriensieg gegen die Kassel Huskies. Interimstrainer Franz Fritzmeier, für den es nach vier Erfolgen die erste Niederlage an der Löwen-Bande war, attestierte: „Wir haben in der eigenen Zone ein, zwei Mal gepennt – und Bietigheim seine Chancen genutzt.“

Zu vorsichtig bei eigenem Scheibenbesitz

Ein paar Beispiele? Sowohl beim 0:1 als auch beim 0:2 durfte Frédérik Cabana nach geblockten Schüssen abstauben, ohne dass ein Frankfurter Verteidiger in seiner Nähe war. Auch Norman Hauner bekam bei seiner schönen Direktabnahme zum 1:3 keinerlei Geleitschutz, vor dem 1:4 ließ der Steelers-Stürmer dann Eric Valentin stehen wie eine Slalomstange. Und auch beim 1:5 durfte sich Justin Kelly, mit seinen 37 Jahren und einer Körpergröße von 1,94 Metern weiß Gott nicht der Schnellste, durch die Frankfurter Abwehrreihen tanzen wie ein 20-jähriger Jungspund.

Bei eigenem Scheibenbesitz agierten die Löwen hingegen viel zu vorsichtig, ja, beinahe brav. Immerhin die beiden Tore durch Brett Breitkreuz, der zum 1:2 in den Winkel traf (27.), und Lucas Dumont, der eine schöne Kombination über C.J. Stretch und Breitkreuz zum 2:5 abschloss (52.), waren sehenswert herausgespielt. Fritzmeier zeigte sich zumindest damit zufrieden, wie seine Mannschaft „bis zum Schluss gekämpft“ habe. Allerdings stellten sich die Löwen dabei deutlich ungeschickter an als zuletzt: Immer wieder schwächten sie sich in entscheidenden Phasen mit Strafen selbst, dazu leisteten sich Nils Liesegang und Pawel Dronia zwei unschönen Attacken auf Kopfhöhe.

Am Samstag stehen sich die Löwen und die Steelers um 19.30 Uhr in Frankfurt zum zweiten Duell der „Best of seven“-Serie gegenüber. Gemeinsame Sache machten die beiden Kontrahenten derweil am Donnerstag, als sie zusammen mit vier anderen DEL2-Klubs die Unterlagen zur Wiedereinführung einer Aufstiegsregelung in die erste Liga einreichten.

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