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DEL2 Steelers dressieren Löwen

Bietigheim wirft traurige Frankfurter aus den DEL2-Playoffs raus.

Eishockey DEL 2 Playoffs 1/2 Finale, Loewen Frankfurt - Bietigheim Steelers
Rauferei auf glattem Untergrund: Der Löwe Wade MacLeod (dunkles Trikot) in Unterzahl. Foto: Huebner/Roith

Am Ende standen sie einfach nur da. Die Hände auf die Schläger gestützt, die Blicke leer. Manche Augenpaare wurden feucht. Dass die ganze Eissporthalle auf den Beinen war, dass es minutenlange stehende Ovationen gab, konnte die Eishockey-Profis der Löwen Frankfurt auch nicht aufmuntern. Trotz großem Kampf musste sich der amtierende DEL2-Meister am Sonntag den Bietigheim Steelers im sechsten Playoff-Halbfinalspiel mit 2:3 (0:1, 2:1, 0:1) geschlagen geben. Die Schwaben haben die „Best of seven“-Serie dadurch für sich entschieden. „Wir haben heute zu viele Chancen gebraucht. Bietigheim war einfach cleverer“, sagte Löwen-Verteidiger Tim Schüle.

Kämpferisch war es fraglos die beste Frankfurter Leistung in dieser Halbfinalserie, doch mit einer unschönen Tradition dieser Serie konnten die Löwen nicht brechen: Wie schon in den vorangegangenen fünf Partien erzielten die Steelers den ersten Treffer. Nach nur vier Minuten brachte Tyler McNeely die Gäste im Powerplay in Front. So wenige Chancen, wie die Bietigheimer brauchten, um zu treffen, so viele Gelegenheiten ließen die Löwen abermals aus.

Erst im zweiten Drittel, als sich bei den Löwen schon ein wenig Frustration breitmachte, konnte Schüle die Mühe der Hausherren endlich belohnen: Der perfekte Schuss des Verteidigers sauste genau in den Winkel (23.). Die Löwen bekamen nun noch mehr Aufwand, stürmten weiter und ließen sich auch vom unglücklichen 1:2 durch René Schoofs (28.) nicht aus der Ruhe bringen. Fast im direkten Gegenzug erzwangen die Gastgeber den erneuten Ausgleich: Nach einem Schuss von Kapitän Patrick Jarrett landete der Abpraller direkt auf der Kelle von Pawel Dronia, der den Puck aus der Distanz im leeren Tor versenkte (29.).

Im Schlussdrittel warfen die Hausherren alles in die Waagschale. Jedem der 4528 Zuschauer am Ratsweg war klar: Wer das nächste Tor erzielt, gewinnt. Die Frankfurter liefen Angriff um Angriff, hatten durch Dani Bindels (47.) und C.J. Stretch (51.) weitere Hochkaräter. Doch dann, zwei Minuten vor Schluss, der herbe Dämpfer: Wie aus dem Nichts traf Justin Kelly zum 2:3 – und schickte die Hessen in die Sommerpause.

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