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Pokalspiel gegen Dortmund Schwer erklimmbarer Berg

Kickers Offenbach ist die größte Nummer in der dritten Liga. Die Mannschaft von Trainer Wolfgang Wolf ist auch gegen Dortmund nicht chancenlos.

25.10.2010 21:20
Andreas Hunzinger
Zeit des Lächelns: Nils Teixeira, Olivier Occean und Marko Kopilas (Kickers). Foto: Jan Hübner

Am Mittwoch ist in Offenbach Feiertag. Zum Zweitrundenspiel im DFB-Pokal (20.30 Uhr, Sky) schaut kein Geringerer als der Tabellenzweite der Fußball-Bundesliga vorbei. Borussia Dortmund garantiert den Offenbacher Kickers nicht nur ein proppenvolles Stadion am Bieberer Berg und damit verbunden eine Einnahme von etwa 300.000 Euro, sondern sorgt auch dafür, dass der Pokalsieger von 1970 wieder mal bundesweit im Blickpunkt steht.

Überhaupt läuft es für den OFC derzeit nicht schlecht. Die Mannschaft von Trainer Wolfgang Wolf ist in der dritten Liga nach 13 Spieltagen mit 32 Punkten Tabellenführer und der heißeste Kandidat für den Aufstieg in die Zweite Bundesliga. Weil die Kickers auch die schlechten Spiele gewinnen, wie am vergangenen Freitag gegen den SV Babelsberg mit 2:1 nach 0:1-Rückstand. Aber auch, weil Coach Wolf ein Team zusammengestellt hat, die nicht nur Qualität hat, sondern auch über reichlich Erfahrung in erster und zweiter Liga verfügt. 14 Spieler des aktuellen Kaders haben bereits in der höchsten oder zweithöchsten Klasse gespielt und ergeben zusammen ein Team, das durchaus Zweitliganiveau repräsentiert. Und in dem Kanadier Olivier Occean hat der OFC einen der führenden Torjäger der Liga.

Allerdings hat der Drittligaprimus zuletzt nicht mehr durchgängig überzeugt. Seit Mitte September, als die Kickers mit dem 1:3 bei Rot-Weiß Erfurt die erste und bislang einzige Niederlage in der laufenden Saison hinnehmen mussten, bröckelt die Souveränität der ersten Saisonwochen ein wenig. Zwar wurde der damalige Tabellenzweite Hansa Rostock im Topspiel des neunten Spieltages besiegt, aber bei den Offenbachern sowohl in Koblenz (1:0) als auch gegen Werder Bremen II (3:1), in Unterhaching (1:1) und jüngst gegen Babelsberg war einiger Sand im Getriebe. Zumindest zu Beginn der jeweiligen Spiele. Dass Offenbach dennoch aus diesen vier Partien mit einer Bilanz von drei Siegen und einem Unentschieden herausging, bestätigt, was Wolfgang Wolf über seine Mannschaft sagt. „Der Aufstieg geht nur über Kickers Offenbach.“

Hang zur Selbstzufriedenheit

Denn auch wenn der Motor zuletzt phasenweise stotterte und bei manchem Spieler unter Umständen aufgrund der Erfolgsserie der latente Hang zur Selbstzufriedenheit vorhanden ist: Mit der zweifellos vorhandenen individuellen Qualität, zuvorderst der Torgefahr, sind die Offenbacher Kickers der Aufstiegsfavorit.

Und somit ist die Mannschaft von Wolf auch gegen die von Jürgen Klopp nicht chancenlos. Zumal es ein gutes Omen gibt: In der vergangenen Saison schaltete der VfL Osnabrück im Achtelfinale des Pokals den BVB aus. Damals waren die Niedersachsen Drittligist. Am Saisonende stiegen sie in die zweite Liga auf.

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