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OFC Treskes Traum

OFC-Jokertor hat eine besondere Geschichte.

Im ersten Spiel dieser Saison hatten sich die Offenbacher Kickers bereits nach rund 20 Minuten Pfiffe anhören müssen, nach dem Rückrunden-Auftakt wurden sie gefeiert. Diesmal passte einfach alles. Oder wie es Trainer Daniel Steuernagel ausdrückte: „Das war eine runde Sache“ – mit Treskes Jokertor als Krönung. Im Elversberger Stadion waren 73 Minuten gespielt, als sich ein hellblaues Knäuel an erfreuten Spielern zusammenfand. In der Mitte: Florian Treske, der von seinen Mitspielern überschwänglich geherzt wurde. Aus gutem Grund: Er hatte nicht nur gerade das 1:0 für Kickers Offenbach erzielt, sondern zugleich die persönliche Abschiedstour auf perfekte Art und Weise eingeleitet. Selbst Elversbergs Trainer Horst Steffen sprach nach der Partie von einer „Geschichte, die besonders ist“. Und auch der Unparteiische Justus Zorn wünschte Treske, der die Profi-Karriere in der Winterpause beenden wird, alles Gute und gratulierte zum siegbringenden Tor: „Gut gemacht, gegen die Laufrichtung.“

Treske konnte sein Glück kaum fassen: „Das läuft wie nach einem Drehbuch – und ich schreibe das letzte Kapitel“, freute sich der 31-Jährige nach dem drittletzten Spiel für den OFC. Das Wichtigste hätte er aber fast gar nicht mitbekommen: sein Tor. „Ich habe bei der Flanke ins Flutlicht geguckt und lange gezittert. Der Ball hatte viel Drall. Erst als er drin war, habe ich es gesehen“, schilderte der Rekordtorjäger der Regionalliga Südwest seinen 79 Treffer im 182. Spiel, den er Zeugwart Wolfgang Böttge widmete: „Das Tor ist für ihn.“

Dass er nicht von Beginn an spielte, konnte Treske, der aus gesundheitlichen Gründen aufhört, für den OFC aber noch bis zur Winterpause auf die Zähne beißt, verschmerzen. „Ich wäre nach fünf Minuten am liebsten schon wieder raus. Hätte ich noch einen Treffer erzielt, hätte ich meine Karriere direkt beendet“, scherzte der Mittelstürmer. Aber auch das eine Tor wäre ein passender Anlass gewesen: „Das war das erste Jokertor in meiner Karriere“, so Treske. „Einfach traumhaft.“
Ähnlich fühlte sich auch Daniel Steuernagel. Das Spiel in Elversberg sei „eine runde Sache“ gewesen, sagte der Trainer. Und Treskes Jokertor war die Krönung. In der Tat hatte bei den Kickers diesmal alles gepasst, auch weil sich die Änderungen des Trainers auszahlten. 

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