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OFC Tag der Premieren in Offenbach

Auf neu verlegtem Rasen siegen die Kickers deutlich mit 4:0, wobei Robin Scheu ein Hattrick gelingt.

Unaufhaltsam: Robin Scheu erzielt das Tor zum 3:0. Foto: Jan Huebner

Es gibt solche Tage, da klappt einfach alles. Glauben konnte es Robin Scheu hinterher aber immer noch nicht richtig. „Ich kann es selbst nicht erklären“, sagte der 21-Jährige, der beim 4:0 (1:0) von Kickers Offenbach gegen den FK Pirmasens dreimal ins Schwarze getroffen hatte. Und das, obwohl er erst in der 66. Minute für den verletzten Kristian Maslanka eingewechselt worden war. Doch danach drehte Scheu so richtig auf: Binnen acht Minuten erzielte er die OFC-Tore zwei bis vier.

Alle drei Treffer erzielte der offensive Mittelfeldspieler über die rechte Seite. Sein erstes Tor bereitete der ebenfalls eingewechselte Benjamin Pintol vor (72.), es folgte knapp zwei Minuten später ein Gewaltschuss, ehe erneut Pintol den Ball perfekt in Scheus Lauf legte und dieser mit Gefühl den Ball ins lange Eck schob (80.).

Reck setzt auf die Jugend

„Robin hat eiskalt drei Chancen genutzt, das war wichtig für unser Spiel“, lobte OFC-Trainer Reck den gefeierten Scheu: „Dem muss ich nicht viel auf den Weg mitgeben, der brennt in jedem Spiel.“ Manchmal spiele er etwas überdreht, aber gegen Pirmasens habe er die passenden Antworten im richtigen Moment gehabt.

Scheus Hattrick blieb nicht die einzige Premiere vor 5461 Zuschauern im Stadion am Bieberer Berg. Das Tor zum 1:0 von Außenverteidiger Jan Hendrik Marx (32.) war dessen erster Treffer im vierten Regionalligaspiel. „Es war ein geiles Gefühl, zu Hause ein Tor zu machen“, sagte Marx.

Mit Scheus Einwechslung und der Aufstellung von Marx und des ebenfalls erst 21 Jahre alten Dren Hodja in der Startelf, bewies Reck, dass er weiter auf die Jugend setzt – und das zumindest am Samstag mit Erfolg. Denn auch das Debüt Nummer drei durfte ein junger Spieler machen: Die Einwechslung von Christos Stoilas am Vortag seines Geburtstages bedeutete Viertliga-Premiere für den gebürtigen Offenbacher. „Alle Spieler im Kader sind wichtig“, sagte Reck, der auf drei gelb-gesperrte Spieler verzichten musste. Alle drei Debütanten seien gut im Training dabei und motiviert: „Sie wollen lernen. Wir haben gute junge Spieler.“

Dass Alexandros Theodosiadis auf dem neu verlegtem Rasen einen Foulelfmeter an die Latte schoss (57.), interessierte am Ende keinen mehr. Scheus Torshow konnte aber nicht darüber hinwegtäuschen, welche Probleme es über lange Zeit im Aufbauspiel des OFC gab. Selten erspielte sich das Team Torchancen. Querpässe und fehlendes Tempo ließen Reck gestenreich an der Seitenlinie Korrekturen vornehmen.

Erst mit den Einwechslungen von Pintol und Scheu wurde das Offensivspiel des OFC entscheidend belebt. Dank der Patzer der Konkurrenz beträgt der Rückstand auf den zweiten Tabellenplatz sieben Punkte. Bereits am kommenden Mittwoch (16.30 Uhr) tritt der OFC beim SV Spielberg an – eine Chance für die jungen Spieler, sich auch auswärts zu beweisen. Denn jeder Punkt zählt – und eine Torgala wie von Robin Scheu gibt es wahrscheinlich auch nicht alle Tage.

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