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OFC Hellwach nach der Pause

Kickers Offenbach schlägt beim Rückrunden-Auftakt nach starker zweiten Halbzeit den SV Elversberg 3:0.

Fussball Regionalliga Suedwest, Kickers Offenbach - SV Elversberg
Ebnete den Heimsieg mit dem 1:0-Treffer: Serkan Firat. Foto: Huebner/Scheiber

Am Ende bekam der kleine Ko Sawada seinen großen Moment. Es lief bereits die 90. Minute, über Sieg und Niederlage war längst entschieden, da segelte noch mal eine Flanke durch den Strafraum. Und der zierliche Japaner, mit 1,73 Metern Körpergröße nicht unbedingt als Kopfballungeheuer bekannt, stieg erstaunlich hoch und wuchtete das Leder mit der Stirn ins Tor. Auch wenn er durch aktives Nichtstun aufseiten der Gegenspieler etwas begünstigt wurde, war es ein schöner Treffer, der den 3:0 (0:0)-Heimsieg der Offenbacher Kickers gegen die SV Elversberg abrundete. „Ich hoffe, dass er das in Zukunft öfter zeigen darf“, sagte OFC-Trainer Oliver Reck über den oft von Verletzungen gebeutelten Asiaten.

Eine knappe Stunde zuvor hatte es noch nicht unbedingt als realistische Option erschienen, dass am späten Nachmittag rund um den Bieberer Berg die Rede davon sein würde, wie deutlich die Kickers den amtierenden Südwest-Meister geschlagen und damit ihren zweiten Tabellenplatz verteidigt hatten. Die Hausherren, bei denen nicht nur die Langzeitverletzten Serkan Göcer, Alexandros Theodosiadis und Luca Dähn fehlten, sondern auch Florian Treske, Varol Akgöz (beide Achillessehnenprobleme) und Wintereinkauf Francesco Lovric (muskuläre Probleme), begannen völlig nervös, mit unnötigen Ballverlusten und unpräzisen Abspielen, während sich die Gäste flott und scheinbar nach Belieben durch die Reihen der Kickers kombinierten. So hatten die Elversberger schon früh die Führung auf dem Fuß, doch weder Leandro Grech und Steffen Bohl (6.), noch Kevin Koffi konnten das Spielgerät aus bester Position im OFC-Tor unterbringen.

Unverständlicherweise nahmen die bis dato drückend überlegenen Saarländer nach einer guten halben Stunde den Fuß vom Gas und ließen die Kickers so ins Spiel kommen. „Je länger es 0:0 stand, desto mehr Zugriff haben wir auf das Spiel gekriegt“, resümierte Reck. Zu mehr als ein paar Halbchancen durch Ihab Darwiche (22.), Maik Vetter (33.) und Serkan Firat (40.) reichte das vor dem Pausenpfiff trotzdem nicht. Dass es beim Gang in die Kabine noch 0:0 stand, war das einzig Erfreuliche an der ersten Hälfte aus Kickers-Sicht. Reck schob es auf die zwei Monate lange Winterpause: „Da braucht man Zeit, um wieder reinzukommen. Das hat man in der ersten Halbzeit gemerkt.“

Umso überraschender, wie sich die Gastgeber nach dem Seitenwechsel präsentierten: aggressiv, hellwach, konsequent. Und so dauerte es keine drei Minuten, ehe den Hausherren der erste Treffer des Nachmittags gelang. Flach und stramm schickte Niklas Hecht-Zirpel den Ball von der rechten Seite in den Strafraum, wo Firat all seinen Bewachern entwischte und das Spielgerät zum 1:0 über die Linie drücken konnte (48.). Nur zehn Minuten später war es Innenverteidiger Benjamin Kirchhoff, der nach einer Freistoßflanke von Firat ähnlich unbedrängt zum Abschluss kam und aus kurzer Distanz zum 2:0 einschoss (58.). „Nach dem 1:0 war das Selbstvertrauen da. Dann lief es“, sagte Kirchhoff. So gut, dass am Ende selbst einem der kleinsten im Kickers-Kader ein schönes Kopfballtor gelang.

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