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OFC Ende der Wartezeit für den OFC

Kickers Offenbach hat sich unter nicht immer optimalen Bedingungen auf den Start in die zweite Saisonhälfte in der Regionalliga Südwest vorbereitet.

Bereit fürs erste Spiel: OFC-Coach Oliver Reck.
Bereit fürs erste Spiel: OFC-Coach Oliver Reck. Foto: Jan Hübner

Der Boden knirscht, die Bälle verspringen, jeder Sturz tut doppelt weh. Auch fünf Wochen nach Start der Wintervorbereitung trainieren die Offenbacher Kickers immer noch auf festgefrorenem Geläuf. „Der Platz besteht nur aus Eis“, sagt Stürmer Matthew Taylor und lacht. Doch der 35-Jährige nimmt es gelassen. In der Regionalliga sei das eben so, erklärt der US-Amerikaner, „wir machen das Beste draus“.

Immerhin: Für die finale Trainingswoche vor dem ersten Pflichtspiel des Jahres – am Samstag geht es für die Kickers zum FC Nöttingen (14 Uhr) – ist besseres Wetter angekündigt. Sechs Wochen werden sich die Hessen dann auf die zweite Saisonhälfte vorbereitet haben, insgesamt machte die Regionalliga Südwest ganze zweieinhalb Monate Winterpause. „Das war schon echt lang“, seufzt Taylor. „Ich glaube, alle freuen sich, dass es jetzt wieder losgeht.“

Auch für Trainer Oliver Reck stellte die ausgedehnte Vorbereitung eine besondere Herausforderung dar. Wie hält man Konzentration und Anspannung über solch einen langen Zeitraum hoch? Wie verhindert man einen Lagerkoller, wenn von Liga eins bis drei schon längst wieder der Ball rollt und man selbst noch zuschauen muss? „Wir haben uns immer wieder etwas Neues einfallen lassen“, erzählt Reck. Um für Abwechslung zu sorgen, streute der 51-Jährige ab und an kleinere Tapetenwechsel in den wöchentlichen Trainingsplan ein. Mal ging es zum Auspowern ins Fitnessstudio, mal zum Joggen in den Wald, mal zur Regeneration ins Schwimmbad.

Und dann war da ja noch das einwöchige Trainingslager auf Zypern. „Zum Glück hatten wir zumindest eine Woche beste Bedingungen“, sagt Taylor. Im Abstiegskampf sicher ein kleiner Vorteil für den Tabellenfünfzehnten. Dazu fand der OFC im warmen Süden attraktive Sparringpartner vor; sowohl beim knappen 0:1 gegen den polnischen Erstligisten Korona Kielce als auch beim 2:1 gegen den serbischen Dauermeister Partizan Belgrad machten die Offenbacher eine gute Figur. Die beiden Härtetests hätten ebenfalls geholfen, die Konzentration aufrecht zu erhalten, erzählt Taylor. „Bei solchen Gegnern ist die Spannung automatisch hoch.“

Junge Spieler empfehlen sich

Die Rückkehr in die deutsche Kälte steckten danach aber nicht alle locker weg, vergangene Woche nahm Reck den ein oder anderen angeschlagenen Spieler aus dem Training. „Da müssen wir ja kein Risiko eingehen“, so der Coach. Am Freitag stand so nur noch ein Rumpfkader mit zwei Torhütern und 14 Feldspielern auf dem Platz. Reck rechnet jedoch damit, dass zu Beginn der neuen Woche bis auf Kapitän Daniel Endres, der vergangenen Donnerstag am Knie operiert wurde, und Robin Scheu, der sich den Arm gebrochen hat, alle Mann wieder mit von der Partie sind.

Natürlich, so der Übungsleiter, hätte er sich gewünscht, dass der ein oder andere die komplette Vorbereitung hätte mitmachen können. Doch während einige Führungsspieler wie Marco Rapp oder Stefano Maier länger aussetzen mussten, habe sich auch gezeigt, „dass wir einen breiten Kader haben“. Junge Spieler wie Aaron Frey, Semih Sentürk oder Alexander Sebald hätten die Chance genutzt, sich zu empfehlen, lobt Reck. „Das Engagement der Jungs, die hinten dran sind, fand ich gut.“

Aufgrund der zahlreichen englischen Wochen im vergangenen Jahr bleiben den Kickers nun lediglich 13 Ligaspiele bis zum Saisonende. Das Ziel ist klar: Hauptsache runter von den Abstiegsrängen. „Wir haben noch ein paar Punkte aufzuholen“, betont Reck. Ein Dreier in Nöttingen wäre ein guter Anfang.

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