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Kickers Offenbach Vorsichtig zufrieden

Die Offenbacher Kickers gehen mit einem guten Gefühl in die Winterpause – nur Präsident Helmut Spahn mahnt.

Manchmal muss man einfach das Beste draus machen. Das haben sie sich am vergangenen Wochenende auch bei den Offenbacher Kickers gedacht, als der Kasseler Schnee das letzte OFC-Pflichtspiel des Jahres verhinderte und das Arbeitsjahr des Regionalligisten ein abruptes Ende fand. Also wurde das Abschlusstraining am Samstag kurzerhand gegen ein gemütliches Frühstück eingetauscht, am Sonntag wurde blau gemacht. Brötchen und Kaffee statt Sprints durch Eis und Kälte.

Dennoch gehen Hessen mit einem guten Gefühl in die Winterpause. Da die Konkurrenz aus Mannheim und Elversberg patzte, konnte der OFC seinen zweiten Tabellenplatz tatenlos behaupten. „Es ist schön, auf einem Relegationsplatz zu überwintern. Die Jungs haben sich das verdient“, sagt Sportdirektor Sead Mehic. Trotzdem wollen die Verantwortlichen vor Weihnachten noch einmal die Köpfe zusammenstecken und beleuchten, warum bei den jüngsten acht Pflichtspielen nur zwei Siege heraussprangen.

Die Anordnung für eine schonungslose Aufarbeitung kam von höchster Stelle: Es war Präsident Helmut Spahn, der mit deutlichen Worten („Wir müssen ein bisschen ernsthafter mit uns ins Gericht gehen“) verlangt hatte, den Einbruch der vergangenen Wochen „offen und ehrlich“ zu analysieren. Mehic sieht das genauso: „Mit dem, was wir erreicht haben, kann man mehr als zufrieden sein“, betont der frühere OFC-Kapitän. „Aber wir dürfen uns nicht damit zufrieden geben.“ Die Mannschaft müsse „den zweiten Platz mit aller Macht verteidigen“.

Neuzugänge geplant

Bei der Vorbereitung auf die „15 Endspiele“ (Mehic), die dem OFC nach der Winterpause noch bleiben, lässt der Klub nichts unversucht. Wie schon in den vergangenen Jahren leisten sich die Kickers trotz knapper Kasse ein Trainingslager im warmen Süden, Geschäftsführer Christopher Fiori hat bereits seit Monaten eifrig bei Sponsoren und Gönnern des Klubs Klinken geputzt und so genug zusätzliches Geld für die Reisekasse auftreiben können. Zwischen dem 18. und 20. Januar wollen die Kickers aufbrechen, vermutlich in Richtung Spanien. Zum Training bittet Coach Oliver bereits ab dem 4. Januar, dazu sind vier bis fünf Testspiele in Planung, allerdings noch nicht spruchreif.

Auch auf dem Transfermarkt wird der OFC noch einmal tätig werden, ein bis zwei Neue sollen im Winter zum Team stoßen, im Optimalfall „erfahrene Spieler, die uns sofort weiterhelfen“, wie Mehic betont. Höchste Priorität hat nach dem Karriereende von Kristian Maslanka und der schweren Schulterverletzung von Serkan Göcer das defensive Mittelfeld. Möglicherweise gibt es auch für die geplanten Aktivitäten auf dem Transfermarkt die ein oder andere Finanzspritze eines privaten Gönners. Immerhin können die Kickers durch Göcers langfristigen Ausfall einen Teil seines Gehalts einsparen und anderweitig verwenden. Mehic erwartet den 24-Jährigen erst im März oder April zurück.

Abgänge im Winter schließt der Sportdirektor derweil aus. „Wir haben überhaupt keinen Grund dazu“, betont er. Mit nur 23 Spielern ist der Kickers-Kader ohnehin schon eng bestückt. Mehic fordert: „Wir müssen in der Breite besser aufgestellt sein.“

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