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Kickers Offenbach Kickers stellen Insolvenzantrag

Den Offenbacher Kickers droht erneut die Pleite. Der Verein stellt einen Insolvenzantrag. Es ist der zweite innerhalb von drei Jahren.

Das Stadion der Offenbacher Kickers auf dem Bieberer Berg. Foto: Rolf Oeser

Fußball-Regionalligist Offenbacher Kickers hat erneut einen Insolvenzantrag gestellt. Im laufenden Geschäftsjahr, das am 30. Juni endet, werde nach vorläufigen Berechnungen ein Minus von rund 1,1 Millionen Euro anfallen, teilte der einstige Bundesligist am Freitag mit. Daher habe man am vergangenen Mittwoch beim Amtsgericht Offenbach einen Insolvenzantrag gestellt. „Unser gemeinsames Ziel ist es, dass uns diesmal ein echter Neuanfang gelingt“, sagte OFC-Geschäftsführer Remo Kutz. Der Spielbetrieb solle fortgeführt werden, die Zahlungsunfähigkeit verhindert werden.

In einer Pressemitteilung betonen die Verantwortlichen, dass Präsident Helmut Spahn, der seit 2015 im Amt ist, und seine Mitarbeiter „zahlreiche Maßnahmen“ umgesetzt hätten, um den Verein wieder auf finanziell solide Füße zu stellen. Durch Maßnahmen wie den Trainerwechsel und die „Wintertransfers“ habe man die Kosten senken können. Im Winter hatte sich der OFC von Devann Yao und Klaus Gjasula getrennt und für letzeren laut der Website transfermarkt.de auch eine Ablöse in der Höhe von 50.000 Euro kassiert. Darüber hinaus habe man die Einnahmen aus dem Sponsoring erhöht. Die Verbindlichkeiten beliefen sich aber trotz aller Maßnahmen auf über eine Millionen Euro und ließen daher keinen anderen Schritt als den in die Insolvenz zu.

Kutz gibt sich trotz allem kämpferisch. In der kommenden Saison wolle man wieder angreifen und um den Aufstieg kämpfen. „Kickers Offenbach hat eine lange Tradition. Wir werden alles dafür tun und den Insolvenzverwalter bestmöglich unterstützen, um diesem besonderen Club eine wirtschaftliche Perspektive zu ermöglichen“, ließ sich der OFC-Geschäftsführer zitieren. Ein Lichtblick für Fans des hessischen Traditionsvereins dürfte die Erklärung der beiden Hauptsponsoren sein. In der Pressemitteilung bekunden sowohl die Sparda-Bank Hessen als auch Trikotsponsor Energieversorgung Offenbach (EVO) ihre Absicht, weiter als Geldgeber zur Verfügung zu stehen.

Der Verein will in einer Pressekonferenz am Nachmittag (16.00) weitere Details bekanntgeben. Die Offenbacher Kickers hatten auch in der gerade abgelaufenen Saison den Aufstieg aus der Regionalliga Südwest in die dritte Liga verpasst. Der Verein war bereits im Juni 2013 durch ein Insolvenzverfahren gegangen. Damals hatte der Verein Verbindlichkeiten in der Höhe von neun Millionen Euro angehäuft. (mit dpa)

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