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Kickers Offenbach - FSV Mainz 05 II OFC trotzt dem Druck

Kickers Offenbach zeigt gegen die Reserve von Mainz 05 eine beherzte Leistung und siegt 3:1

Kickers Offenbach - FSV Mainz 05 U23
Jubeltraube: Die Kickers-Spieler Maik Vetter, Christos Stoilas und Florian Treske (von links) freuen sich über den Sieg gegen Mainz. Foto: Jan Hübner

Als das erlösende dritte Tor gefallen war, rannten die Spieler der Offenbacher Kickers wie auf Kommando geschlossen zur Trainerbank. Die anschließende Gruppenumarmung mit dem zuletzt verstärkt in die Kritik geratenen Übungsleiter Oliver Reck durfte man durchaus als Zeichen der gemeinsamen Solidaritätsbekundung verstehen. Wie auch immer: Am Freitagabend konnte Reck ruhigen Gewissens schlafen gehen. Mit einer überzeugenden Leistung schlug seine Mannschaft die Reserve des FSV Mainz 05 mit 3:1 (1:0) und hat damit – zumindest für einen Tag – den zweiten Rang zurückerobert. Der überragende Benjamin Kirchhoff fasste treffend zusammen: „So gerannt sind wir schon lange nicht mehr.“ 

Nach zuletzt drei sieglosen Spielen waren die Kickers unter Zugzwang, die Bedingungen für einen Befreiungsschlag aber alles andere als perfekt. Der Regen plätscherte unaufhörlich auf den ohnehin schon ramponierten Rasen am Bieberer Berg, und auch sonst hatten die Kickers einige Hürden zu überwinden. In den vergangenen Tagen hatte sich ein Grippevirus in der OFC-Kabine ausgebreitet, der Stefano Maier und Dennis Schulte ans heimische Bett fesselte, dazu mussten mit Niklas Hecht-Zirpel (Knieprobleme) und Semih Sentürk (Schmerzen im Fuß) zwei weitere Akteure passen. Und so saßen mit Luca Dähn, Ihab Darwiche, Alexandros Theodosiadis und Grgo Zivkovic gleich vier Spieler auf der Bank, die eigentlich nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren. 

OFC beginnt hochkonzentriert

Reck zog Winterneuzugang Francesco Lovric in die Innenverteidigung zurück – eine Rolle, die der defensive Mittelfeldspieler im Kickers-Dress noch nie bekleidet hatte, aber sehr ordentlich ausfüllte. Überhaupt schienen die Offenbacher wenig beeindruckt von den äußeren Bedingungen und dem großen Druck, im Aufstiegsrennen nicht den Anschluss zu verlieren. 

Die Kickers begannen hochkonzentriert, agierten eng am Mann, setzten die Gäste früh unter Druck – und gingen bereits nach acht Minuten in Führung. Innenverteidiger Benjamin Kirchhoff enttarnte mit einem flachen Steilpass eine gigantische Lücke in der Mainzer Verteidigung, plötzlich stand Florian Treske mutterseelenallein im gegnerischen Strafraum, legte quer auf Ko Sawada, der das Leder in den Winkel spitzelte. 

Angeführt vom bärenstarken Kirchhoff, der viele Bälle erkämpfte und das Spiel von hinten Antrieb, dominierte der OFC das Spiel, und auch, als sich der Mainzer Angreifer Karl-Heinz Lappe dann doch einmal an der Offenbacher Abwehr vorbeischleichen konnte, blieb Torwart Daniel Endres der Sieger dieses direkten Duells (19.). 

Zum Schluss spannend

Die beherzt verteidigenden Gastgeber ließen in Folge wenig zu – und waren ihrem zweiten Treffer näher als die Gäste dem Ausgleich. Erst verfehlte Dren Hodja mit einem satten Distanzschuss knapp das Mainzer Tor (38.), ehe sich Sawada in aussichtsreicher Position verhedderte (52.). Doch dann, als die Nullfünfer Hintermannschaft eine Flanke nicht geklärt bekam, landete das Spielgerät auf dem Spann von Maik Vetter, der per Dropkick auf 2:0 erhöhte (59.). 

Wie aus dem Nichts gelang den Mainzern 20 Minuten vor Schluss noch der Anschluss durch Charmaine Häusl. Es wurde noch mal spannend, doch die Kickers ließen sich diesen Erfolg nicht mehr nehmen: Am Ende eines Konters vollendete Vetter cool zum 3:1-Endstand (84.). 

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