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Kickers Offenbach - Astoria Walldorf Hirst bringt die Wende

Kickers Offenbach schlägt Astoria Walldorf 2:1. Treske trifft wieder

Eine Grippe hatte Jake Hirst in der Woche vor dem Spiel gegen Astoria Walldorf lange ausgebremst. Womöglich auch deshalb fand sich der Mittelstürmer gestern erst mal auf der Bank wieder. Als er kam, lag Kickers Offenbach nach enttäuschender erster Hälfte 0:1 in Rückstand. Als er wieder vom Platz ging, hatten die Kickers 2:1 gewonnen – und Hirst nicht nur wegen seines Tores zum 1:1 (65.) großen Anteil daran. 

„Er hat das sehr gut gemacht“, lobte Kickers-Coach Daniel Steuernagel den 22-Jährigen: „Er hat das Spiel vom Kopf her einfach angenommen.“ Hirst sprintete jedem Ball nach, warf sich in jeden Zweikampf, suchte das Eins-gegen-eins – und half so auch seinem Nebenmann Florian Treske, der fortan besser zur Geltung kam. „Das mit uns beiden klappte immer gut“, sagte Hirst lächelnd: „Schade, dass Flo bald nicht mehr da ist.“ 

Der 31-Jährige traf bei seinem letzten Heimauftritt ebenfalls (70.) und durfte sich nach Spielschluss mit Töchterchen Leni (zwei Jahre) mit Sprechchören bedacht von den Fans verabschieden. „Ein besonderer Moment“, sagte Treske. Mit einem präzisen Flachschuss ins rechte Eck hatte er für einen „Abschied nach Maß“ gesorgt. Im vorletzten Spiel für den OFC – Treske beendet seine Profikarriere am 31. Dezember und wird spielender Co-Trainer in der Nähe seiner neuen Heimat Biberach/Riß – traf er zum dritten Mal in dieser Saison und zum zweiten Mal in Folge nach seiner Abschiedsankündigung. 

Mehr Druck in Halbzeit zwei

Die Offenbacher hatten gegen den überraschend starken Tabellenletzten sichtlich Mühe mit ihrer neu einstudierten Dreierkette und der entsprechenden Zuordnung der Räume und Gegenspieler. Walldorf hätte schon nach fünf Minuten 2:0 führen können. Hillenbrand schob den Ball aus kurzer Distanz Zentimeter am Pfosten vorbei (3.). Und dass Dren Hodja beim Rettungsversuch ein paar Sekunden lang den Ball in der Hand hielt, hatten fast alle im Stadion gesehen – nur der Schiedsrichter nicht (5.). Dann leisteten die Kickers mit ihrer typischen Anfälligkeit bei Kontern Schützenhilfe zur hochverdienten Walldörfer Führung. Erst ein leichtfertiger Ballverlust von Firat, dann ein Sprung ins Leere von Albrecht, schon hatte Nicolai Groß freien Durchgang, umkurvte Endres und schob zum 0:1 ein (22.).

„Walldorf hatte uns vor Aufgaben gestellt, die wir nicht lösen konnten“, sagte Steuernagel und änderte Taktik und Einstellung in der Pause. Statt zaghafter Versuche gab es nun Powerfußball. Mit der Umstellung auf Viererkette und der Einwechslung von Hirst und Luca Garic entwickelten die Gastgeber mehr Leidenschaft, Präzision, Wucht und Druck. Und wurden dafür dank Hirst belohnt.

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