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Antisemitismus Ermittlungen gegen Kickers-Fans

Hetztiraden in Offenbach mit Folgen.

Nach antisemitischen Hetztiraden im Hessenderby gegen den FSV Frankfurt wird gegen elf mutmaßliche Anhänger von Kickers Offenbach ermittelt. Vier Personen seien identifiziert worden, teilte der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) jetzt auf Anfrage der SPD mit.

Nach dem Spiel im September auf dem Bieberer Berg, das Kickers Offenbach 4:1 gewann, sollen rund ein Dutzend Menschen von der Waldemar-Klein-Tribüne in Richtung des Gästeblocks „Judenschweine“ gebrüllt haben. Es gab aber keine Festnahmen. Nachdem die Frankfurter Rundschau über den Vorfall berichtet hatte, griff die SPD im Landtag das Thema auf. 

Innenminister Beuth ließ nun wissen, dass die Polizisten die Schmährufe nicht verstanden und deshalb nicht eingegriffen hätten. „Der Inhalt dieser Auseinandersetzung war für die Polizei nicht wahrnehmbar, lediglich das Gestikulieren der Gruppen konnte beobachtet werden“, sagte Beuth. Allerdings seien die „szenekundigen Beamten des Polizeipräsidiums Südosthessen während der Abmarschphase durch namentlich nicht bekannte Fans des FSV Frankfurt“ auf die antisemitischen Schmähungen aufmerksam gemacht worden. 

Nach Auswertung der Videobilder der Stadionkameras seien elf Personen identifiziert worden, die sich an den Tiraden beteiligt hätten. Sieben davon müssten noch identifiziert werden. 

Kickers Offenbach hatte die antisemitischen Rufe klar verurteilt. „Das geht natürlich gar nicht. Wir bedauern das sehr und gehen der Sache nach“, hatte OFC-Sprecher Lars Kissner nach den Vorfällen gesagt. Er hatte sich verwundert darüber gezeigt, dass die Polizisten nicht eingegriffen hatten. Schließlich hätten 40 und 50 Beamten den Vorfall aus nächster Nähe mitbekommen. 

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