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Schalke 04 - Mainz 05 Ein Schuss, ein Tor

Schalke 04 stiehlt Mainz 05 mit mehr Glück als Verstand drei Punkte.

1. FSV Mainz 05 - FC Schalke 04
Der Mainzer Karim Onisiwo (r.) aus Österreich nach einer vergebenen Chance neben Schalkes Torwart Ralf Fährmann. Foto: dpa

Seit Christian Heidel nicht mehr im kleinen  Mainz Manager ist, sondern beim großen FC Schalke 04, hatte der gute Mann regelmäßig gegen seinen vormaligen Arbeitgeber gewonnen. Drei Spiele, drei Siege bei 6:0 Toren lautete die Bilanz aus anderthalb Jahren bis zum Freitagabend. Gestern nun verlor Mainz 05 im Nieselregen in der mit mehr als 30.000 Zuschauern gefüllten heimischen Arena 0:1  (0:0). Ein Ergebnis, das Heidels Serie zwar ausbaute, aber nicht verdient war.

Die Partie musste mit sieben Minuten Verspätung beginnen. Schalker Besucher hatte derb gezündelt, sogar mithilfe von Rauchbomben. Der erfahrene Schiedsrichter Felix Brych, ähnliches aus dem Champions League-Spiel am vergangenen Dienstag im Pariser Prinzenpark gewohnt, blieb gelassen. Und die Mainzer Spieler nutzten die Zeit ohne Gegnerdruck zu Passpassagen, die man von ihnen schon seit einer Steinzeit nicht mehr gesehen hat.

Aber auch danach spielten die Nullfünfer besser Fußball als zuletzt, und sie kämpften auch mit mehr Hingabe. Das war allerdings auch dringend nötig. Schalke 04 stand extrem tief mit der letzten Dreierreihe. Die Knappen wollten in dem erwartungsgemäß zerfahrenen Spiel vor allem verhindern, dass sie mit langen Bällen hoch überspielt werden. Die Mainzer machten und taten, attackierten, angeführt vom zurück in die Startelf gerückten Nigel de Jong, intensiv und oft erfolgreich.

Harmlose Schalker in der ersten Hälfte

Aber wenig überraschend hatten die Gastgeber trotz des Einsatzes von Winter-Millionenkauf Anthony Ujah zunächst nicht die Mittel, um die gegnerische Defensive in den letzten 20, 30 Metern auszuspielen. Schalke stand wie eine Wand, nur einmal vor der Pause, nach einer knappen halben Stunde, durfte ein Mainzer mal aufs Tor schießen. Robin Quaison verfehlte knapp. Auf der anderen Seite blieb der junge Florian Müller in seinem zweiten Bundesligaspiel die gesamte erste Hälfte geradezu beschäftigungslos, derart harmlos agierten die Schalker Stürmer Guido Burgstaller und Franco di Santo.   

Beide Trainer  hatten darauf verzichtet, ihre technisch besten Spieler aufzubieten. Bei Mainz gehörte Alexandru Maxim immerhin mal wieder dem Kader an, bei Schalke hockte Max Meyer nur auf der Bank, weil Trainer Domenico Tedesco gegen die unbequemen Mainzer lieber körperlich stärkere Kräfte bringen wollte. So kam es geradezu logisch, dass beide Teams sich immer wieder im Mittelfeld neutralisierten, mit stetig mehr Vorteilen für Mainz 05, das hinten in der Dreierkette gut stand. 

Nach der Pause kam der zuvor wegen Verletzung pausierende Nationalspieler Leon Goretzka für Alessandro Schöpf, der Mainzer Trainer Sandro Schwarz brachte Maxim für Danny Latza. Wieder ging Mainz zielgerichteter zu Werke, aber Daniel Brosinski verfehlte zunächst knapp. Auch der starke Suat Serdar fand in Ralf Fährmann mehrfach seinen Meister. Und dann fiel aus dem Nichts die Schalker Führung. Mit dem ersten Torschuss traf Daniel Caligiuri, der den Ball sehenswert und unhaltbar ins rechte Eck schlenzte (56.). Bitter für die Mainzer, die dem Schalker in dieser Szene aber auch viel Raum gelassen hatten und danach nur kurz geschockt waren.

Schwarz brachte Stürmer Yoshinori Muto für de Jong, stellte zudem sein System offensiver. Mainz drückte mit Mann und Maus, später noch mit Levin Öztunali, mutig und mit manch erstaunlichem Spielwitz. Aber ein Tor wollte auch in der hektischen Schlussphase nicht mehr gelingen.

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