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Mainz gegen Bayern Nur noch fröhliche Schuhplattler

Nach der besten Saisonleistung der Münchner versuchen die Mainzer die 0:4-Niederlage schnell abzuhaken.

Robert Lewandowski und Thomas Müller
Ziemlich breite Brüste: Robert Lewandowski tanzt Thomas Müller an. Foto: afp

Rouven Schröder machte es kurz. „Das war eine deutliche Geschichte, die wir schnell abhaken müssen“, sagte der Sportvorstand nach der 0:4 (0:2)-Niederlage des FSV Mainz 05 beim FC Bayern. Auch Sandro Schwarz wollte sich nicht länger mit der ziemlich einseitigen Angelegenheit beim Meister aufhalten. Wichtiger erscheint dem Trainer, sich rasch auf das Spiel am Mittwoch gegen die TSG Hoffenheim einzustimmen. Man habe schon gewollt, resümierte Schwarz, „aber die Bayern hatten immer Lösungen. Wir werden da auch nicht tief in die Analyse einsteigen.“ 

Statt sich an dem größtenteils überzeugenden Vortrag der Münchner abzuarbeiten, soll es nun darum gehen, den schwächsten Saisonstart seit zwölf Jahren mit nur drei Punkten aus vier Spielen gegen Hoffenheim zu korrigieren. „Wir wissen das einzuschätzen und müssen uns aufs nächste Spiel fokussieren. Wir lassen uns jetzt nicht unterkriegen“, sagte Mittelfeldspieler Levin Öztunali. Gegen Hoffenheim, hofft Kapitän Stefan Bell, werde es ein offeneres Spiel wie zuletzt beim 3:1-Sieg gegen Bayer Leverkusen. Ähnlich offen hatten die Mainzer zwar auch die vorherigen beiden Besuche in München gestalten können, als sie dem deutschen Branchenführer sogar insgesamt vier Punkte abknöpfen konnten. Doch diesmal, sagte Bell, „hatten wir keine Chance.“

Die 05er wolllen gegen Hoffenheim punkten

In der Gesamtbetrachtung stimmte das zwar, aber zumindest anfangs hätten die Mainzer durchaus für weitere Debatten beim FC Bayern sorgen können. Nach Fehlern im Aufbau der Münchner verpassten Daniel Brosinski und Robin Quaison zweimal die Führung. Dem 0:1-Rückstand folgte zudem Öztunalis schöner Steilpass auf Quaison, der gegen Torwart Manuel Neuer den Ausgleich vergab. Danach allerdings spielte sich der Meister in einen Angriffsrausch, der durchaus in einem ähnlichen Debakel hätte enden können, wie es der neue Mainzer Torwart René Adler einst mehrfach mit dem Hamburger SV in München erlebt hatte. 

Bei den Bayern stellte sich derweil nach ihrer besten Saisonleistung die Frage, wie nachhaltig der zur Schau gestellte neue Teamgeist nach all den vorangegangenen Debatten wirklich ist.

Vielleicht wird dieser überzeugende Heimsieg durch die Tore von Thomas Müller (11.), Arjen Robben (23.) und Robert Lewandowski mit seinen Treffern 81 und 82 im 100. Bundesligaspiel für die Bayern (50./77.) ja als Wendepunkt in die Saisonbilanz eingehen. Viel Spielfreude ließ sich bestaunen, die Münchner wirkten lauffreudiger und konzentrierter als bei der 0:2-Niederlage vor einer Woche in Hoffenheim und beim lange Zeit schleppenden 3:0 gegen den RSC Anderlecht in der Champions League am Dienstag. Die Mannschaft von Trainer Carlo Ancelotti schien regelrecht gegen die jüngsten Dissonanzen anzukombinieren. Joshua Kimmich tat sich mit drei Torvorlagen besonders hervor, beteiligt war der Rechtsverteidiger an allen Treffern. 

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