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Mainz 05 Mainz zieht sich aus dem Loch

Am Ende verdienen sich die Rheinhessen das Unentschieden bei Hannover 96 redlich / Soto trifft in der 77. Minute - Okazaki musste verletzt passen.

04.02.2015 08:43
Jan Christian Müller
Kaum sichtbar: Sami Allagui (hier gegen Schmiedebach) Foto: dpa

Dank einer extremen Steigerung in der zweiten Halbzeit hat sich Mainz 05 einen Punkt bei Hannover 96 erkämpft. Danach hatte es beim 1:1 (1:0) in der spärlich besetzten Arena lange nicht ausgesehen.

Zweimal hatte Hannover in der 20. und 21. Minute aus Abseitspositionen schon getroffen, doch die nur in den Anfangsminuten aggressiv wirkenden Mainzer ließen sich dadurch nicht warnen. In der 26. Minute verschuldete Daniel Brosinski zunächst völlig ohne Not einen Eckball, ehe Torwart Loris Karius mit nur einer Faust abwehren wollte und den Ball dabei exakt auf den Franzosen Jimmy Brian bugsierte, der problemlos zum 1:0 traf.

Bis zur Pause wirkten die Gäste noch harmloser. Das Fehlen des am Oberschenkel lädierten Japaners Shinji Okazaki machte sich unangenehm bemerkbar. Sami Allagui konnte den bislang achtfachen Torschützen nicht ersetzen. So kam es, dass die Mainzer, bei denen auch der zuletzt hochgelobte Yunus Malli sich nur hin und wieder mal durchsetzen konnte, bis zur Pause keine einzige wirklich torgefährliche Situation zustande brachten. Auch der sich später steigernde Pablo de Blasis rechts und Christian Clemens links kamen gegen die aufmerksam verteidigenden, aber ansonsten auch nicht überragenden Niedersachsen nicht recht auf Touren. FSV-Manager Christian Heidel machte zur Pause kein Hehl daraus, dass er im Offensivspiel eine ganze Menge Luft nach oben sah.

Tatsächlich wurde Mainz nach dem Wechsel viel besser. In der 53. Minute traf Johannes Geis mit einem Freistoß den Pfosten und prüfte gleich darauf Nationaltorwart Ron-Robert Zieler mit einem harten Schuss, ehe Malli knapp scheiterte und auf der anderen Seite Briand nach klasse Vorarbeit des Ex-Frankfurters Joselu sein zweites Tor verpasste.

Trainer Kasper Hjulmand brachte nach einer guten Stunde den chilenischen Neuzugang Nicolas Castillo für den enttäuschenden Allagui und Elkin Soto für Clemens. Das war eine gute Entscheidung: Der Kolumbianer brauchte nur 14 Minuten, um in der 77. Minute nach Vorarbeit von Geis und Brosinski zum verdienten Ausgleich zu treffen.

Djuricic und Sliskovic weg

Vor dem Spiel hatten die Rheinhessen zwei Wechsel von Spielern vermeldet, die Hjulmand gewogen und für zu leicht befunden hatte: Der von Benfica Lissabon für ein Jahr nach Mainz ausgeliehene Offensivspieler Filip Djuricic wechselt in die englische Premier League zum FC Southampton und wird sicher nie mehr nach Mainz zurückkehren, derweil der FC Aarau den Angreifer Petar Sliskovic bis 2016 verpflichtete. „Petar hat am Ende ein kleiner Schritt gefehlt, um sich bei uns im Profibereich durchzusetzen“, sagte Heidel über den Torschützenkönig der letztjährigen Regionalliga-Saison und ergänzte: „Er ist ein Junge aus unserem Nachwuchsleistungszentrum, für dessen weitere Karriere es wichtig ist, dass er sich in einer guten Mannschaft durchsetzen kann. Wir haben ihn auf diesem Weg unterstützt und wünschen ihm jetzt alles Gute für seine Zeit in der Schweiz.“ In Mainz ist man nicht traurig darüber, den großen Kader etwas ausgedünnt zu haben.

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