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Mainz 05 Mainz bleibt Mainz

Die Nullfünfer gehen mit derselben Führungscrew in die neue Saison.

Rouven Schröder
Klasse gehalten: Rouven Schröder (oben) freut sich mit seinen Spielern. Foto: Imago

Morgens um neun zwitscherte der FSV Mainz 05 am Donnerstag der Öffentlichkeit die Nachricht des Tages: Rouven Schröder, 42, wird auch in der kommenden Saison Sportvorstand der Rheinhessen sein, vermeldete der Bundesligist via Twitter. Mittags um eins dann saß Schröder auf dem Podium im Presseraum des Mainzer Stadions und erläuterte, warum die schlichte Erhaltung des Status quo vermeldungswürdigen Charakter besaß.

„Wir haben da jetzt heute Morgen den Deckel drauf gemacht“, sagte Schröder: „Aufgrund der Berichterstattung der letzten Tage war es wichtig, deutlich zu machen, was ich schon vor zwei, drei Wochen gesagt habe: Dass ich einen Vertrag in Mainz habe und meinen Job hier mit größter Überzeugung mache.“ Die Berichterstattung der letzten Tage hatten ja eher die Überzeugung größer werden lassen, dass Schröder ab der kommenden Saison beim Hamburger SV arbeiten werde. Auch da konnte sich der Ex-Profi, der bei den Nullfünfern noch einen Kontrakt bis 2020 besitzt, praktischerweise selbst zitieren: „Nein, es gab keine Gespräche mit dem HSV.“

Die Spekulationen hatten Fahrt aufgenommen, weil Schröder die ganz klaren Bekenntnisse für Mainz 05 zuletzt vermieden hatte. „Es ist doch ganz normal, dass man sich nach so einer Saison, die die zweite in Folge mit vielen Emotionen war, grundlegend Gedanken macht“, erklärte er. „Wichtig ist, dass man sich auch selber reflektiert und für die eigene Lebensplanung in sich geht.“ Hätte also durchaus sein können, dass Schröder bei diesem In-sich-gehen herausfindet, dass sein Arbeitsleben besser irgendwo anders weitergeht als bei Mainz 05. 

Intern sei die ganze Zeit klar gewesen, dass er, Schröder, in Mainz „mit anpacke – auch in Zukunft“. Und langweilig werde es ganz bestimmt nicht, eifrig plane man die neue Saison, sagte der Manager. 

Der Klassenerhalt ist ja geschafft nach den Big Points gegen die Ligagrößen RB Leipzig (3:0) und Borussia Dortmund (2:1), der Sieg in Westfalen fixierte den Ligaerhalt am vergangenen Wochenende. Die wichtigen sportlichen Themen sind also abgehakt vor dem Saisonfinale gegen Werder Bremen am Samstag (15.30 Uhr), für das es selbst nur noch um die Frage geht, ob man in der Abschlusstabelle Zwölfter wird oder Dreizehnter oder Elfter.

Da die Mainzer mit erhöhter Wahrscheinlichkeit am Ende auf Platz 14 einlaufen werden, hat Trainer Sandro Schwarz diverse Nebentabellen rausgekramt. „Was die vergangenen sechs Spiele angeht, sind wir auf Platz vier. Da können wir bei entsprechendem Ausgang anderer Spiele noch Zweiter werden.“ Und sowohl in der Heim-, als auch in der Rückrundentabelle könne man noch auf Rang zehn klettern: „Das ist für uns Anker und Motivation“, sagte der 39-Jährige, der trotz der entspannten Ausgangslage sein bestmögliches Team aufstellen will. „Es ist unser Anspruch, die Dinge noch einmal mit maximaler Intensität anzugehen.“ 

Viel wurde allerdings nicht übers Wochenende geredet, weshalb Schwarz zum Schluss recht genervt wirkte dort oben auf dem Podium. Neben dem Schröder-Thema wurden bereits Kaderfragen für die nächste Saison erörtert, zum Beispiel die: Wird Pablo de Blasis die Mainzer verlassen, trotz einer Vertragslaufzeit bis 2019? Als „relativ unglücklich“ empfand Schröder die Aussage des 30-jährigen Argentiniers, er werde am Samstag sein letztes Spiel für Mainz machen: „Es gab auch keine Anfrage von anderen Klubs.“ Sollte sich das ändern, steht seit Donnerstag immerhin eines fest: Rouven Schröder wird sich kümmern. 

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