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Fortuna Düsseldorf - FSV Mainz Mainz gewinnt in Düsseldorf

1. UpdateStürmer Jean-Philippe Mateta schießt Mainz 05 zum glücklichen 1:0-Erfolg in Düsseldorf.

Fortuna Düsseldorf - FSV Mainz 05
Lässt den Gegner stehen: Jean-Philippe Mateta (r.) gegen Oliver Fink. Foto: dpa

Da standen sie sich Auge in Auge gegenüber: Der Düsseldorfer Robin Bormuth mit dem Rücken zum eigenen Kasten, der Mainzer Jean-Philippe Mateta mit dem Ball vor den Füßen. Schließlich hob der Gästestürmer sein rechtes Bein und führte es einmal über die Kugel. Nichts passierte. Also probierte er es gleich noch einmal, und nun reagierte Bormuth tatsächlich auf den Wackler.

Er pendelte mit seinem Oberkörper derart zur Seite, dass Mateta die Gunst der Millisekunde nutzte, sich den Ball am verdutzten Verteidiger vorbeilegte, aus spitzem Winkel abzog und zur Führung für die Nullfünfer ins Netz traf - das 1:0 nach 67 Minuten für den FSV, das letztlich auch nach 90 Zeigerumdrehungen noch Bestand haben sollte. 

Glücklicher Sieg für Mainz

Es war ein glücklicher Erfolg, den die Nullfünfer am Freitagabend bei Aufsteiger Fortuna Düsseldorf einfuhren. Letztlich reichte ein starker Torhüter Robin Zentner, eine effektive Chancenverwertung und eine ordentliche zweite Hälfte für den 1:0 (0:0)-Auswärtssieg, der die Rheinhessen vorübergehend in der Tabelle auf Rang acht der Fußball-Bundesliga beförderte. „Nach dem Abpfiff war die Erleichterung groß, wir haben kein gutes Spiel gemacht und die Partie mit einem Lucky Punch entschieden“, sagte Keeper Zentner.

FSV-Trainer Sandro Schwarz hatte im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen Spitzenreiter Dortmund wieder offensiver aufgestellt. Statt Innenverteidiger Alexander Hack rückte Mittelfeldmann Jean-Paul Boetius in die Startelf, zudem stellten die Mainzer in ihrer letzten Reihe von einer Dreier- auf eine Viererkette um. Die erhoffte Wirkung zeigte das nicht. Spätestens nach einem ersten Warnschuss von FSV-Linksverteidiger Aaron Martin, der weit oben im Fangnetz landete (6.), war die Fortuna das deutlich bessere Team. 

Insbesondere Dodi Lukebakio, Dreierpacker beim 3:3 vor einer Woche gegen den großen FC Bayern, drehte den kleinen Mainzern in Durchgang eins doch mehrere Knoten in die Beine. Der flinke 21-Jährige kam über links, über rechts, durch die Mitte und war für die Nullfünfer im ersten Abschnitt kaum zu fassen. Allerdings: Der auffälligste der 22 Profis auf dem holprigen Rasen, der doch arg an eine Kraterlandschaft erinnerte, belohnte sich nicht. Erst rettete der Mainzer Daniel Brosinski bei einem Versuch Lukebakios kurz vor der Linie (7.), dann war mehrfach Zentner bei den zu unplatzierten Schüssen des Belgiers zur Stelle (14., 20., 27.). Und die Gäste? Die mühten sich, das schon. Vor allem im Mittelfeld leisteten sie sich jedoch zu viele Fehler im Spielaufbau. Einzig ein Freistoß von Brosinski sorgte vor der Pause für Torgefahr (45.).

Ohne nach dem Seitenwechsel ein fußballerisches Feuerwerk abzubrennen, waren die Mainzer nun aber doch das heißere Team. Und so paradox das klingen mag, sie waren gleichzeitig auch noch eiskalt. Nach dem hervorragenden Steilpass von Robin Quaison stand Mateta in der 67. Minute schließlich Gegenspieler Bormuth Auge in Auge gegenüber, ließ ihn nach dem doppelten Übersteiger einfach stehen und versenkte die einzige echte Gästechance. Das reichte an diesem Freitagabend, weil Torhüter Zentner in den Schlusssequenzen der Partie noch dreimal sehenswert den Auswärtssieg festhielt.

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