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Bundesliga Mainz verspielt Führung gegen Hoffenheim

Mainz 05 bietet aufregenden Fußball und verliert nach einer Führung am Ende doch noch mit 2:3 gegen Hoffenheim.

Bundesliga - Mainz vs Hoffenheim
Sandro Wagner im Zweikampf mit Jean-Philippe Gbamin. Foto: rtr

Wer am Mittwochabend zu Hause geblieben war und die Partie Mainz 05 gegen 1899 Hoffenheim deshalb im nicht annähernd ausverkauften Stadion vor Ort ausgelassen hatte, verpasste viel. Sehr viel sogar. Beim der höchst unglücklichen 2:3 (2:2)-Niederlage vor nur 23 500 Zuschauern präsentierten beide Mannschaften Bundesligafußball der aufregenderen Art.

In Mainz zumindest hat man diese Qualität und Leidenschaft in Kombination schon länger nicht mehr gesehen. Umso bitterer, dass die Klasseleistung der am Ende tief enttäuschten Rheinhessen noch nicht einmal mit einem mickrigen Punkt belohnt wurde. Der Siegtreffer fiel in der Nachspielzeit. 

Anfangs waren die Gäste aus Hoffenheim mit ihren Gedanken überall, nur nicht auf dem Platz. Die Nullfünfer dagegen attackierten früh und intensiv, und so kam es schon nach sechs Minuten, dass Danny Latza mit seinem rechten Fuß tätig wurde – danach stand es 1:0. Ein für alle, die nicht der TSG Hoffenheim zugeneigt sind, schön anzusehender Flachschuss aus 22 Metern, keine Chance für Keeper Oliver Baumann.

In der Folge hätten die Mainzer leicht und locker mehr als nur ein weiteres Tor durch Yoshinori Muto in der 16. Minute erzielen können, doch allen voran der auffällige Levin Öztunali vergab zwei Chancen der Kategorie riesengroß. Die halbe Portion Muto dagegen blieb gegen die drei Hoffenheimer Abwehrhünen Kevin Vogt, Havard Nordtveit und Benjamin Hübner ganz cool, schlich sich mit dem Ball an den Riesenkerlen vorbei und bugsierte ihn mit links ins Tor. 
Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann war vor lauter Ärger über die ständigen Nachlässigkeiten der Seinen alles andere als amüsiert.

Wagner reibt sich auf

Aber dann gab es doch Grund zum Jubeln für die Truppe aus dem Kraichgau. Nadiem Amiri nutzte eine Unaufmerksamkeit in der Mainzer Abwehr postwendend zum 1:2 (23.), ehe René Adler seine Flugtauglichkeit gegen Lukas Rupp unter Beweis stellte. Aber die nützte dem Mainzer Torwart dann nichts mehr, als Sandro Wagner in der letzten Aktion der ersten Halbzeit nach einer Ecke von Rupp per Kopf zum Ausgleich traf – und sich sodann so auffällig diebisch in Richtung der Mainzer Ultraszene freute, dass dort Wut hochkochte.

Ganz ähnlich hatte es der Mittelstürmer vor etwas mehr als einem Jahr betrieben, seinerzeit mit dem Ergebnis, dass Mainz 05 einen 4:1-Vorsprung noch verspielte und sich am Ende mit einem Zähler begnügen musste. Zwölf Monate später bearbeiteten die Mainzer Abwehrspieler mit der Dreierkette aus Stefan Bell, Leon Balogun und dem bärenstarken Franzosen Jean-Philippe Gbamin den nicht nachlassenden Wagner in einer Art, die einige Beschwerden des Hoffenheimer Angriffsführers bei Schiedsrichter Manuel Gräfe nach sich zog.

Sicherlich erwähnenswert noch, dass der Spanier Jairo Samperio erstmals seit seinem in letzter Minute gescheiterten Wechsel zu Hannover 96 wieder für Mainz 05 spielte, der schnelle Außenspieler wurde nach einer guten Stunde eingewechselt. Dem kleinen Kerl war in der Folge, als die Mainzer dem Sieg näher waren, aber anzumerken, dass es ihm mächtig an Spielpraxis mangelt. Und weil Hoffenheim eine Spitzenmannschaft ist und Mainz 05 wohl bis zum Ende arg um den Klassenerhalt kämpfen muss, machte am Ende die etwas weniger gute von zwei guten Mannschaften den Siegtreffer. Mark Uth war in der dritten Minute der Nachspielzeit zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Fleck. 

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