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Stadtallendorf - FSV Frankfurt Güclü macht den FSV glücklich

Joker trifft kurz nach Einwechslung zum 1:0-Sieg gegen Stadtallendorf. Gute Nachrichten bei Jahreshauptversammlung.

Arif Güclü
Traf nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung per Kopfball ins Netz: Arif Güclü. Foto: Imago

Fußball-Regionalligist FSV Frankfurt hat ein ereignisreiches Wochenende hinter sich. Am Freitagabend die Jahreshauptversammlung, am Samstag der wichtige 1:0 (0:0)-Sieg beim Tabellenvorletzten Eintracht Stadtallendorf, durch den die Bornheimer ihren Vorsprung auf den ersten möglichen Abstiegsplatz auf fünf Punkte vergrößerten. Den Erfolg stellte Arif Güclü sicher, der kurz nach seiner Einwechslung per Kopfball das Tor des Tages erzielte (77.). 

„Wir sind sehr zufrieden mit den drei Punkten, aber es war ein glücklicher Sieg“, Sagte FSV-Trainer Alexander Conrad, der gleich fünf Stammspieler ersetzen musste. Neben den gesperrten Dominic Nothnagel und Robert Schick fehlten auch die angeschlagenen Ilias Soultani, Alban Sabah und Nestor Djengoue. Beim letzten Spiel des Jahres am kommenden Samstag gegen den TSV Steinbach-Haiger fehlt Ahmed Azaouagh, der in Stadtallendorf kurz vor dem Abpfiff wegen einer Unsportlichkeit die Gelb-Rote Karte gesehen hatte.

Tags zuvor hatte Michael Görner Wort gehalten. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Der FSV-Präsident („Ich kann mich eben nicht kurz halten“) stellte bei der Jahreshauptversammlung die 100 erschienen Mitglieder mit seiner fast zweistündigen Rede auf eine Geduldsprobe. Immerhin konnte Görner viele positive Botschaften übermitteln. Die wichtigsten Fakten.

Finanzen

Der eingetragene Verein, der durch die Insolvenz der GmbH ebenfalls vor dem Aus stand, konnte das abgelaufenen Geschäftsjahr zum 30. Juni bei einem Umsatz von knapp zwei Millionen Euro mit einem Plus von rund 18.000 Euro abschließen. Genaue Zahlen zur GmbH konnte Görner nicht vorlegen, weil das Insolvenzverfahren aufgrund von komplizierten Formalien noch nicht abgeschlossen ist. „Aber im Tagesgeschäft sind wir gut unterwegs“, sagte Görner zum Zustand der GmbH, die mit einem Etat von 750.000 Euro den Spielbetrieb des Regionalligateams sichert.

Nachwuchsarbeit

„Wir gehören zu den wenigen Regionalligisten, die über ein Nachwuchsleistungszentrum verfügen. Hier liegt die Zukunft des FSV, deshalb wird es weiter geführt“, so Görner.

Vermarktung

Knapp 100 Firmen unterstützen derzeit die Bornheimer finanziell, was dem FSV etwas mehr als eine Millionen Euro in die Kasse spült. „Wir haben jetzt mehr Partner als in Liga zwei, auch wenn die Einnahmen geringer sind“, lobte Görner die Marketingabteilung, die sich seit einigen Monaten bekanntlich selbst vermarktet.

Trainingsbedingungen

Der in die Jahre gekommene Kunstrasenplatz vor der Haupttribüne wird spätestens im kommenden Frühjahr erneuert.

Fußballschule

Die vom ehemaligen FSV-Profi Markus Husterer geleitete Fußballschule ist für Görner schlichtweg „eine Erfolgsgeschichte“. Fast 2500 Kinder nahmen an den Kursen teil.

Frankfurt Universe

„Die fehlenden Mieteinnahmen sind ein Problem, uns sind dadurch über 200.000 Euro entgangen“, sagte Görner über die Tatsache, dass der Klub aus der German Football League als Mieter des vom FSV beriebenen Stadions seine Verpflichtungen nicht erfüllte. Und wohl auch nicht erfüllen wird, weil die insolvente Betreibergesellschaft der Universe kaum Zukunftschancen hat.

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