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Sponsoring FSV arbeitet an Baustellen

Lichtblick am Bornheimer Hang: Der FSV Frankfurt hat endlich einen Namenssponsor für sein Stadion an der Angel. Es fehlt nur noch die Unterschrift.

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Für das Stadion am Bornheimer Hang (Archivbild) kann der FSV möglicherweise bald einen neuen Namenssponsor präsentieren. Foto: Michael Schick

Die Füße hochlegen und gemütlich die Weihnachtsgans verdauen – das ist in diesem Winter nicht drin beim FSV Frankfurt. Das Training nimmt der weiterhin insolvente Tabellenfünfzehnte der Regionalliga Südwest zwar erst am kommenden Mittwoch wieder auf (15 Uhr), auch die Geschäftsstellenmitarbeiter sind bis zum 7. Januar im Urlaub. Doch hinter verschlossenen Türen treffen sich Präsident Michael Görner und Prokurist Patrick Spengler derzeit beinahe täglich im zweiten Stock des Stadions, um das neue Jahr zu planen. „Wir sind ordentlich am wirbeln“, drückt Görner es aus. „Die Lage ist nach wie vor angespannt.“

Einen kleinen Lichtblick gibt es mittlerweile am Bornheimer Hang. Der FSV hat ein halbes Jahr nach dem Ausscheiden der Frankfurter Volksbank endlich einen Namenssponsor für sein Stadion im Frankfurter Osten an der Angel. Man sei „in sehr guten Gesprächen“, bestätigt Görner. „Wir sind optimistisch, dass das bis Ende Januar klappt.“ Der neue Namensgeber hat nun einen unterschriftsreifen Vertrag vorliegen, der dem Vernehmen nach über dreieinhalb Jahre läuft. Es fehlt nur noch die Signatur. Um welches Unternehmen es sich handelt oder aus welcher Branche es stammt, verrät Görner nicht.

Allzu große Euphorie will sich beim Präsidenten noch nicht einstellen. „Bei aller Vorsicht: Es ist ja noch nicht unter Dach und Fach“, betont der 56-Jährige. Und natürlich löst der neue Partner längst nicht alle Probleme. So zahlt der Sponsor freilich nur für den Zeitraum, für den sein Logo auch auf dem Tribünendach montiert ist. Für das vergangene halbe Jahr fehlt dem FSV somit dieser eigentlich im Budget eingeplante Posten. Der Klub wird möglicherweise nicht umhinkommen, dass erneut Gönner mit privatem Geld einspringen, um die kosten der laufenden Saison decken zu können.

Und dann gibt es ja noch eine zweite große Baustelle: die Zusammenarbeit mit Untermieter Frankfurt Universe. Der FSV hat dem Football-Erstligisten ein unterschriftsreifes Angebot zur Stadionnutzung für der Saison 2018 vorgelegt, „zu stark reduzierten Konditionen“, wie Görner betont. Der FSV hat der Universe zudem offeriert, mietfrei ein Vorbereitungsspiel am Bornheimer Hang auszutragen und ihre Büros von der Habsburgerallee ins Stadion zu verlegen, was für die Footballer ebenfalls günstiger sein soll. Allerdings, so hat es der FSV in seinem Angebot vermerkt, tritt die neue Vereinbarung nur in Kraft, wenn die Footballer „zeitnah“ (Görner) die 137 000 Euro begleichen, die sie dem FSV noch an Stadionmiete für 2017 schulden. Man darf gespannt sein, ob die hochverschuldeten Footballer das hinkriegen.

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