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Sieg über Waldhof Der FSV verschafft sich Luft

Die Frankfurter siegen unerwartet gegen SV Waldhof - der Vorsprung zu den Abstiegsplätzen wächst.

Fussball Regionalliga Südwest SV Waldhof Mannheim FSV Frankfurt 26 Spieltag am 24 02 2018 im Ca
Nestor Djengoue vom FSV. Foto: imago

Als der Schlusspfiff ertönte und die Sensation perfekt war, rannten sie alle auf den Rasen und lagen sich in den Armen: Trainer Alexander Conrad und seine Assistenten, die Reservisten und Ausgewechselten. Und auch Präsident Michael Görner hüpfte wie ein Flummi über das Grün und herzte alle, die ihm über den Weg liefen. Solch überbordende Freude hat man länger nicht erlebt beim FSV Frankfurt, doch der Samstag bot den Bornheimern allen Grund zur Glückseligkeit. Mit 1:0 (1:0) besiegten die insolventen und abstiegsbedrohten Hessen völlig überraschend den Tabellendritten und Aufstiegsaspiranten SV Waldhof Mannheim. „Das war wichtig für uns“, betonte Conrad.

Das kann man laut sagen. Denn durch den sensationellen Auswärtserfolg kletterten die Bornheimer in der Tabelle einen weiteren Platz nach oben. Zwölfter sind sie nun schon, mit fünf Punkten Vorsprung auf die möglichen Abstiegsplätze. Es scheint, als sei der FSV im Abstiegskampf erst einmal aus dem Gröbsten raus, wenngleich in den verbleibenden zwölf Partien noch einiges passieren kann. Doch der Trend spricht momentan für Conrads junge Truppe, der die ruhige Wintervorbereitung sichtlich gut getan hat. Der Erfolg in der Quadratestadt war für die Schwarz-Blauen bereits der vierte Punktspielsieg in Folge.
 

Mit einer mutigen Spielweise konnten die Gäste aus dem Frankfurter Osten die ambitionierten Mannheimer überrumpeln. Der FSV spielte vor 4287 Zuschauern selbstbewusst mit und kämpfte leidenschaftlich. Und nach einer Ecke von Robert Schick wuchtete Innenverteidiger Nestor Djengoue den Ball mit der Stirn zum einzigen Treffer des Nachmittags ins Tor (38.). Zuvor hatte ein Kopfball von Vito Plut bereits den Querbalken gestreift (29.). „Wir waren aktiver und haben uns nicht hinten reingestellt“, urteilte Conrad. „So ist Mannheim nur zu wenigen Torchancen gekommen.“

Auch als Schick nach 64 Minuten die Gelb-Rote Karte sah, ließen sich die Gäste nicht unterkriegen und ackerten unermüdlich weiter. Sinnbildlich war eine Szene kurz vor Schluss, als sich Christoph Becker mit dem ganzen Körper in einen gefährlichen Schuss von Kevin Conrad warf und so den Ausgleich verhinderte. Zuvor hatten die Frankfurter ein wenig Glück gehabt, als ein gefährlicher Freistoß von Andreas Ivan von der Latte zurücksprang.

Vor der Partie wäre er sicher auch mit einem Punkt zufrieden gewesen, berichtete Trainer Alexander Conrad. „Aber mit der Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, war der Sieg verdient.“ Die Chance auf den nächsten Überraschungssieg bietet sich für den FSV bereits am kommenden Freitag: Um 19.30 Uhr ist der Tabellenführer 1. FC Saarbrücken zu Gast im Frankfurter Osten.

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