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Regionalliga Südwest Traumstart für den FSV Frankfurt

Der FSV Frankfurt düpiert zum Auftakt der Regionalliga Südwest den Topfavoriten 1. FC Saarbrücken.

1.FC Saarbruecken vs. FSV Frankfurt,   Fussball, Regionalliga Suedwest, 29.07.2018
Freudentanz mit Zottelbart: Robert Schick vom FSV Frankfurt. Foto: Eibner

Thomas Brendel stieg gestern Nachmittag hochzufrieden in den Mannschaftsbus, der ihn und den Bornheimer Tross aus dem Saarland zurück in den Frankfurter Osten brachte. „Das war ein richtig gutes Spiel von uns, das wir auch völlig verdient gewonnen haben“, kommentierte der neue Sportliche Leiter des Fußball-Regionalligisten FSV Frankfurt betont sachlich den beeindruckenden Auftritt der Hessen, denen zuvor ein Paukenschlag gelungen war, mit dem man wirklich nicht rechnen konnte. Die Mannschaft von Cheftrainer Alex Conrad hatte nämlich ausgerechnet dem 1. FC Saarbrücken, dem finanzstarken Topfavoriten der Liga, eine bittere 0:3-Heimniederlage beschert.

Vor knapp 4000 Zuschauern im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion, Ausweichquartier des in den Aufstiegsspielen gescheiterten Meisters, sorgten Andreas Pollasch (8. Minute), Robert Schick (21.) und Ilias Soultani (66.) mit ihren Treffern für den überraschenden Erfolg, der den Bornheimern auch noch den Sprung an die Spitze des Klassements bescherte.

Der FSV bleibt gelassen

Eine Momentaufnahme, die im Lager des FSV Frankfurt allerdings keine Euphorie aufkommen ließ. Wie Brendel blieb auch Conrad gelassen: ,,Es ist sicherlich ein Resultat, was nicht zu erwarten war. Aber viele Heimmannschaften tun sich am ersten Spieltag schwer. Wir nehmen den Sieg dennoch gerne mit, aber vor uns liegt ein schweres Jahr“, sagte der 51 Jahre alte Fußballehrer, der es sich mit seinem Team ausschließlich zum Ziel gesetzt hat, die Klasse zu halten.

Conrad hatte bei der schweren Aufgabe gegen den selbst ernannten Aufstiegsfavoriten aus Saarbrücken zunächst einmal jenen Spielern vertraut, die schon in der abgelaufenen Saison im Kader des FSV gestanden hatten. Zehn Akteure in der Anfangsformation gehörten auch in der vergangenen Spielzeit zu den Stammkräften, nur Kamil Tyminski stand erstmals bei einem Pflichtspiel in der Startelf des FSV.

Der erst 18 Jahre alte Mittelfeldspieler, der noch bei den in die Bundesliga aufgestiegenen A-Junioren der Bornheimer eingesetzt werden könnte, rückte für den verletzten Ahmed Azaouagh ins Team. „Er hatte seine Sache sehr gut und vor allem unaufgeregt gemacht“, lobte Brendel den fehlerfreien Auftritt des jungen Deutsch-Polen, der gemeinsam mit Pollasch die defensive Achse im Mittelfeld bildete und in der 84. Minute von Dominik Nothnagel abgelöst wurde, der erst vor knapp einer Woche verpflichtet wurde, nachdem sein Vertrag beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden einige Wochen zuvor nicht verlängert worden war.

Auch Nestor Djengoue, der Frankfurter Abwehrchef, hatte sich auf Vereinssuche begeben, weil er zu einem lukrativeren Arbeitgeber wechseln wollte. Dieses Vorhaben war allerdings nicht von Erfolg gekrönt. Der 27-Jährige kehrte vor acht Tagen wieder zu den Bornheimer zurück und feierte gestern gleich ein souveränes Comeback im Dress des FSV Frankfurt.

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