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Heimsieg gegen Pirmasens Der FSV verzückt die Zuschauer

Robert Schick trifft sehenswert beim 2:0-Heimsieg des FSV Frankfurt gegen den FK Pirmasens.

Darauf haben Fußballfans, deren Leidenschaften oder zumindest Sympathien auf den FSV Frankfurt fixiert sind, lange Zeit warten müssen. Robert Schick nahm es vor und dann im Strafraum gleich mit vier, fünf Gegenspielern auf, behauptete sich mit Willen und Geschick und zielte zum krönenden Abschluss genau ins Eck des Tores. Auch wenn sich nur 1046 Zuschauer im Stadion befanden, die meisten machten vor Begeisterung einen Lärm, als wären gerade 10 000 am Bornheimer Hang. 

Als die Emotionen sich wieder einigermaßen eingependelt hatten und der 2:0 (1:0)-Erfolg über den FK Pirmasens nach drei Niederlagen zuvor in der Regionalliga Südwest perfekt war, drückte FSV-Präsident Michael Görner seine Erleichterung auch in Worten aus: „Wir haben zuletzt unter Druck gestanden. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie intakt ist.“

Auch davon konnten sich die Zuschauer überzeugen. Ziemlich konzentriert gingen die Schwarz-Blauen zu Werke, sie hatten mehr Spielanteile und kombinierten teils recht gefällig, als hätte es die Negativserie nicht gegeben. Und es stand Marco Aulbach im Tor, der in den entscheidenden Situationen überragend reagierte und einen Rückstand verhinderte. Erst lenkte er aus wenigen Metern einen Schuss von Dennis Krob an den Pfosten (27.), dann entschärfte der 25-Jährige einen wuchtigen wie präzisen Distanzschuss von Florian Bohnert (38.). Ein Treffer fiel dann doch noch vor der Pause. Vito Plut und Kamil Tyminski ließen das Bällchen laufen und der bestens in Szene gesetzte Ilias Soultani vollendete den Angriffszug (43.). Als dann Schick nachlegte (63.), hatte der FSV die Pfälzer absolut in Griff. Plut (75.) und Andreas Pollasch (82., 90.+2) waren dem dritten Treffer sehr nahe. „Über die gesamten 90 Minuten gesehen war es ein verdienter Sieg“, sagte Trainer Alexander Conrad.

In der Schlussviertelstunde schickte der 51-Jährige Arif Güclü aufs Feld, der erst einen Tag zuvor beim FSV unterschrieben hatte. Dazu kam es allerdings erst, nachdem sich die Frankfurter und Maziar Namavizadeh auf eine Vertragsauflösung geeinigt hatten; der Stürmer spielt künftig für den Oberligisten Eintracht Trier. „Er hat nicht die Einsatzzeiten bekommen, so wie er sich das vorgestellt hatte“, sagte Präsident Görner zur Trennung.

Güclü, der zuletzt vereinslos und davor für den Regionalligaabsteiger TSV Schott Mainz am Ball war, ist ein Angreifer, der spürbar mehr Tempo als Namavizadeh zu geben vermag. Neun Tore zeugen auch davon, dass er gutes Regionalliga-Format hat – das hatte Namavizadeh nicht beweisen können.

Von der Idee, noch einen weiteren Akteur zu verpflichten, nahmen die Frankfurter laut Thomas Brendel, Sportlicher Leiter beim FSV, Abstand. Der finanzielle Aspekt sei ein Grund, auch werde sich die zuletzt angespannte personelle Situation wieder verbessern. Brendel geht davon aus, dass die Rekonvaleszenten Nestor Djengoue, Andrej Markovic, Steffen Straub und Alexander Aschauer im Laufe des Septembers wieder einsatzbereit sind.

Am kommenden Sonntag im Derby bei den Offenbacher Kickers stehen Trainer Conrad gegen seinen Ex-Klub zudem wieder Ahmed Azaouagh (Sperre abgelaufen) und Patrick Huckle, der gegen Pirmasens aus privaten Gründen fehlte, wieder zur Verfügung.

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