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FSV Pizarros Kumpel kommt nach Bornheim

Am letzten Tag der Transferperiode leiht der FSV Frankfurt den peruanischen Stürmer Junior Ross bis zum Saisonende aus. Von Andreas Hunzinger

02.02.2009 00:02
ANDREAS HUNZINGER
WSV-Schnäppchen: Junior Ross mit FSV-Trikot. Foto: hübner

Der optimale Auftakt zur Rückrunde war beim FSV Frankfurt bereits gestern kaum noch ein Thema. Teamchef Tomas Oral hatte seine Spieler am Vormittag darauf hingewiesen, dass sie das 4:0 vom Sonntag gegen Rot-Weiss Ahlen "so schnell wie möglich abhaken müssen".

Denn einerseits ist der Terminplan in der Zweiten Fußball-Bundesliga dicht gedrängt und hält bereits am kommenden Freitag mit dem Auswärtsspiel bei der TuS Koblenz die nächste Aufgabe bereit. Zum anderen stand der gestrige Tag im Zeichen der dritten Neuverpflichtung dieses Winters. Nach dem weißrussischen Angreifer Gennadi Blizniuk und dem spanischen Abwehrspieler Kirian Rodriguez Ledesma nahm der FSV gestern Douglas Junior Ross Santillana unter Vertrag. Der ist Peruaner, 22 Jahre alt und laut Oral "ein schneller Flügelstürmer". Der schmächtige junge Mann (1,78 Meter, 65 Kilogramm), der sich Junior Ross nennt und gestern Mittag vorgestellt wurde, spielte zuletzt beim peruanischen Erstligisten Colonel Bolognesi und hat in 157 Einsätzen 43 Treffer erzielt. Junior Ross gilt als eines der größten Talente Perus.

Junior Ross wird allerdings nur bis zum kommenden Sommer beim FSV spielen, der den Twen von Bolognesi ausgeliehen hat. Denn Bundesligist Werder Bremen hat sich eine Kaufoption auf Junior Ross gesichert, die zum 1. Juli dieses Jahres in Kraft tritt. FSV-Manager Bernd Reisig hatte vergangene Woche den Hinweis erhalten, dass sich Werder mit dem Gedanken beschäftigt, dem Talent, das auf Empfehlung seines prominten Kumpels und Werder- Stürmers Claudio Pizarro nach Deutschland kommt, zunächst für ein halbes Jahr bei einem Zweitligisten Spielpraxis zu verschaffen.

Reisig nahm also Kontakt zu seinem Bremer Kollegen Klaus Allofs auf und heraus kam "eine Win-win-Situation für beide Klubs" (Reisig). Bremen kann überprüfen, ob Junior Ross das Zeug für die Bundesliga hat, der FSV wiederum erhält einen Spieler, "den wir sonst nicht bekommen hätten", so Reisig. Zumal sich die Hanseaten finanziell an dem Leihgeschäft beteiligen. "Ich freue mich auf die Herausforderung", sagte Junior Ross bei seiner Vorstellung.

Bouhaddouz wechselt nach Aue

Unterdessen hat der FSV gestern noch einen Profi abgegeben. Nachwuchsstürmer Aziz Bouhaddouz, 21, wird für eineinhalb Jahre an den Drittligisten FC Erzgebirge Aue ausgeliehen.

Ein Thema bleibt das Stadion am Bornheimer Hang. Die von der Deutschen Fußball Liga geforderte Kapazität von 15 000 Zuschauern wird wohl mit Hilfe beweglicher Tribünen erreicht werden, zentrales Problem bleibt das Flutlicht. Ein Licht mit der Leuchtkraft von 800 Lux würde die Autofahrer auf der direkt am Stadion vorbeiführenden Autobahn A 661 blenden. Also muss eine Blendschutzlösung her. Denn 800 Lux sind Pflicht - für zweite und dritte Liga.

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