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FSV Frankfurt Zwischen Kiezbesuch und Vaterfreuden

Der FSV Frankfurt rechnet im Auswärtsspiel beim FC St. Pauli mit harter Gegenwehr - die Mannschaft will wieder besseren Fußball zeigen. Noch treiben FSV-Trainer Benno Möhlmann allerdings Personalsorgen um.

21.02.2013 21:48
Sebastian Rieth
Einsatz fraglich: FSV-Stürmer Rasmus Jönsson. Foto: Heiko Rhode

Der FSV Frankfurt rechnet im Auswärtsspiel beim FC St. Pauli mit harter Gegenwehr - die Mannschaft will wieder besseren Fußball zeigen. Noch treiben FSV-Trainer Benno Möhlmann allerdings Personalsorgen um.

Benno Möhlmann und die Fernsehkamera – das ist keine Liebesheirat. Als ein TV-Team dem Trainer des FSV Frankfurt am Mittwoch nach der Pressekonferenz noch ein paar Antworten auf ganz persönliche Fragen entlocken wollte, zierte sich der 58-Jährige zunächst ein wenig. Das Rampenlicht gehört zweifellos nicht zu seinen Lieblingsbeleuchtungen. Weil Möhlmann aber von Haus aus ein netter Mensch ist, weil er den Journalisten kaum eine Bitte ausschlägt, brachte er auch dieses Interview recht charmant und amüsant über die Bühne. Das sind eben die Aufgaben, wenn man in der zweiten Liga plötzlich ganz oben mitmischt. Erfolg verpflichtet.

Breites Mittelfeld

Als Tabellenvierter treten die Bornheimer am Freitag (18 Uhr) beim FC St. Pauli, dem Vierzehnten der Rangliste, an. Diese Konstellation hätte man vor dem Saisonbeginn noch anders herum vermutet, doch der FSV packt momentan so ziemlich jede sich bietende Chance beim Schopfe. Natürlich profitiert der Verein in diesem Jahr von einer viel kleineren Spitzengruppe als noch in der Saison zuvor. Zum vergleichbaren Zeitpunkt hatte der Tabellenvierte damals schon 44 Punkte auf sein Konto geschaufelt – das sind satte elf mehr, als der FSV aktuell hat. Nur die ersten drei Mannschaften scheinen eine Nummer zu groß, danach herrscht bis zu Platz elf ein breites Mittelfeld.

Die Leistung der Mannschaft und der Baumeister im Hintergrund soll das keinesfalls schmälern, es passt eher zu ihrem Credo der Bescheidenheit. „Für mich“, sagt Möhlmann, „ist die Tabelle keine Motivationsspritze.“ In Hamburg wird er sie ohnehin nicht brauchen, am fast ausverkauften Millerntor erwarte seine Mannschaft dort ein „Fußball-Pur-Erlebnis“. Auch wenn St. Pauli nicht erst seit der 0:1-Niederlage am Montag in Köln arg ins Strudeln geraten ist, sondern fast schon die komplette Spielzeit so seine Probleme hat, warnt Möhlmann eindringlich: „Das Stadion wird voll sein, der Gegner wird Gas geben – mehr brauche ich nicht auf den Tisch zu legen.“

Personalsorgen bei beiden Teams

Dass den Hamburgern die komplette, etatmäßige Innenverteidigung gesperrt fehlen wird, ist für ihn nicht weiter von Belang. Möhlmann schaut lieber auf seine Mannschaft, die zuletzt in Aue (2:0) und zu Hause gegen Cottbus (1:0) mit „Glück und Geschick“ gewonnen habe. „Jetzt müssen wir wieder besser Fußball spielen“, fordert der Trainer. Mit welchem Personal das geschehen soll, ist noch völlig unklar. Edmond Kapllani und Gledson fehlen weiterhin verletzt, Marcel Gaus und Nils Teixeira brummen ihre Rotsperren ab. Auch der Einsatz von Neuzugang Rasmus Jönsson, der am Sonntag zum ersten Mal traf, ist fraglich. Der Stürmer hat eine Adduktorenzerrung erlitten und soll nach dem heutigen Training den Daumen heben oder senken.

Des Weiteren stehen Alexander Huber und John Verhoek kurz vor der Vaterschaft. „Der Nachwuchs wird jede Stunde erwartet“, verrät Möhlmann. Sollten die Kinder am Freitag das Licht der Welt erblicken, werden Huber und Verhoek den Tag wohl im Krankenhaus und nicht auf dem Kiez verbringen.

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