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FSV Frankfurt Zoff und Perspektive beim FSV

Ärzte und Physiotherapeuten kündigen beim FSV Frankfurt, Denis Mangafic kommt von den Kickers aus Offenbach.

12.06.2015 06:11
Manuel Schubert
Aus rot-weiß mach schwarz-blau: Denis Mangafic kommt an den Bornheimer Hang. Foto: Jan Huebner

Dass Tomas Oral, der alte, neue Trainer beim Frankfurter Fußballsportverein, nicht unbedingt auf die allergängigsten Trainingsmethoden setzt, das dürfte spätestens dem Letzten klargeworden sein, als er die Mannschaft bei seinem Amtsantritt vor drei Wochen durch die Waschstraße schickte. Wer auf solche Ideen setzt, der eckt mitunter an. Auch beim FSV kommt allem Anschein nach nicht jeder mit Orals Arbeitsweise klar. Die beiden Mannschaftsärzte Wolfgang Raussen und Thomas Heddäus haben bereits gekündigt, nach FR-Informationen werden auch die beiden Physiotherapeuten Thomas Stubner und Christian Bieser ihren Hut nehmen.

„Einfach nur schade“ sei das, sagte Finanzchef Clemens Krüger der FR, „wir bedauern das sehr.“ Zu den Gründen der vierfachen Kündigung schwieg der starke Mann beim FSV jedoch eisern. Er werde die Angelegenheit nicht kommentieren und auch nicht mit dem FC Bayern München vergleichen, wo der langjährige Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfart nach Differenzen mit Startrainer Pep Guardiola bekanntlich ebenfalls hingeschmissen hat. Man solle die ganze Sache „nicht zu hoch hängen“.

„Sie gehen nicht im Bösen“

Aber irgendetwas muss vorgefallen sein am Bornheimer Hang. Schließlich ist die Trainerposition der einzige Faktor, an dem sich in den vergangenen Wochen etwas geändert hat. Dass die Mediziner zu einer Zeit kündigen, zu der gar kein Fußball gespielt wird und zu der ihre Dienste nicht gebraucht wurden, lässt vermuten, dass es ein grundsätzliches Problem zwischen der Ärzteabteilung und dem Mann auf dem Trainerstuhl gibt. Die sportärztlichen Untersuchungen vor der Saison werden Raussen und Heddäus noch vornehmen, danach ist Schluss. „Wir gehen nicht im Bösen auseinander“, versuchte Krüger zu betonen. Man habe eine Grundlage schaffen können, um zumindest „noch ein paar Tage“ miteinander zu arbeiten.
Und dann gab es auch noch etwas Positives zu vermelden am Bornheimer Hang: Gestern sicherte sich der FSV die Dienste von Denis Mangafic, der ablösefrei von den Offenbacher Kickers kommt. Mangafic ist ein hochtalentierter Spieler, er ist wendig, schnell und ausgestattet mit einer feinen Technik. Dazu kann der 25-Jährige die Position auf der rechten Außenbahn offensiv wie auch defensiv gleich gut verkörpern. Der FSV hatte den gebürtigen Frankfurter Mangafic schon länger auf dem Zettel. Nachdem der OFC den Aufstieg in die Dritte Liga verpasst hatte, schnappte der Zweitligist zu.

Bei den Kickers gebe es durchaus noch mehr interessante Spieler zu holen, gab Krüger zu, aber momentan habe der FSV auf anderen Positionen Bedarf. Zwei bis drei Neuzugänge sollen noch kommen. Und, nun ja, gezwungenermaßen auch zwei neue Ärzte und zwei Physiotherapeuten.

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