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FSV Frankfurt „Wir haben immer etwas zu verlieren“

Benno Möhlmann will mit seinem FSV Frankfurt beim klassenhöheren VfL Wolfsburg für eine Pokalüberraschung sorgen. Der FSV-Coach traut das seiner Mannschaft zu

31.10.2012 08:10
Will in Wolfsburg bestehen: Benno Möhlmann. Foto: dpa

Zu guter Letzt, die Pressekonferenz vor dem schweren Gang zum VfL Wolfsburg war längst beendet, wandte sich Benno Möhlmann einem allzu forschen Journalisten zu. „Der FSV“, hatte der zu sagen gewagt, „habe am Mittwoch in Wolfsburg nichts zu verlieren.“ Schließlich liege der Druck bei den Niedersachsen. Von wegen. „Wir haben immer etwas zu verlieren“, entgegnete der Trainer des FSV Frankfurt. „In jedem Spiel.“ Auch als Außenseiter. „Wir sind mittlerweile so selbstbewusst, uns zuzutrauen, gegen eine Bundesliga-Mannschaft bestehen zu können“, sagte Möhlmann. Es geht um den Einzug in die dritte Runde des DFB-Pokals. Allemal ein lohnendes Ziel ? auch für die Marketingabteilung des FSV. Möhlmann: „Der Pokal bietet unterklassigen Mannschaften immer die Chance, nicht nur eine Überraschung zu schaffen, sondern auch bundesweit auf sich aufmerksam zu machen.“

Nun ist der FSV Frankfurt seit seinem Aufstieg in die zweite Liga im Jahr 2008 nicht wirklich als Pokalschreck aufgefallen. Spätestens in der zweiten Runde war für die Bornheimer Schluss. In der vergangenen Saison blieben die Schwarzblauen beim VfB Stuttgart (0:3) hängen, in den Jahren zuvor setzte es Niederlagen gegen Schalke 04 (0:1), Borussia Mönchengladbach (1:2) und sogar Carl-Zeiss Jena (0:1).

Schlicke und Heitmeier an Bord

Nun ist Möhlmann ganz sicher kein Fan von Statistiken. Der Trainer-Routinier schaut lieber nach vorne. „Wenn wir unsere beste Leistung bringen, haben wir eine ganz gute Truppe zusammen. Mehr können wir nicht in die Waagschale werfen.“ Allzu große personelle Umstellungen dürfte es kaum geben. Der in der Liga gesperrte Björn Schlicke wird in Wolfsburg ebenso dabei sein können, ebenso der zuletzt gesperrte Marc Heitmeier.

Des Respekts des Wolfsburger Interimstrainers Lorenz-Günther Köstner darf sich Möhlmann jedenfalls sicher sein. „In so einem Einmalspiel ist es wichtig, dass man mit 100 Prozent Einsatz gewinnen will. Aber der Benno weiß auch, wie es geht. Für den FSV ist es bestimmt das Spiel des Jahres.“ Und das wollen sie ganz bestimmt nicht verlieren. (hu., hel.)

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