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FSV Frankfurt Rasanter Abwärtstrend beim FSV

Der FSV Frankfurt verliert gegen Balingen das dritte Spiel in Folge.

War es nun Zweckpessimismus oder eine dunkle Vorahnung? Jedenfalls hatte Alexander Conrad, der Trainer des Fußball-Regionalligisten FSV Frankfurt, eine bemerkenswerte Aussage gemacht nach dem 3:0-Coup zum Saisonauftakt beim Meister 1. FC Saarbrücken. Gut habe seine Mannschaft verteidigt und stets versucht zu spielen – dies ist nicht selbstverständlich, wenn man bei einem gefühlt ewigen Aufstiegskandidaten antritt. Und dann: „Es wird trotzdem ein schweres Jahr für uns!“, betonte der 51-Jährige.

Nun, der bittere Liga-Alltag holte das Team aus dem Frankfurter Osten jedenfalls schnell ein. Mit dieser Rasanz konnten eigentlich nur notorische Schwarzmaler rechnen. Mit dem 1:2 (1:1) bei der TSG Balingen setzte es bereits die dritte Niederlage nacheinander, der FSV ist nun auf dem Boden der Tatsachen und auf einem potenziellen Abstiegsplatz (15.) gelandet. „Wir haben gerade kaum noch Selbstvertrauen“, konstatierte Coach Conrad. Der Triumph über Saarbrücken liegt lediglich drei Wochen zurück.

Zur Verunsicherung trägt freilich die Personallage bei. Nicht nur Kapitän Alban Sabah musste passen, sondern auch Andrej Markovic, Steffen Straub sowie die Stürmer Alexander Aschauer und Maziar Namavizadeh. Der zweite Ersatzkeeper Niklas Schwaar und Adrian Schulze-Solano waren beim 0:1 der U19 gegen Bayern München im Einsatz. So besetzte Conrad nur 16 der 18 Kaderplätze.

Nach einem Eckball setzte sich Matthias Schmitz wuchtig durch und köpfte ein zur Führung des Neulings (22.); bis dato war die TSG nur über Standards erfolgreich. Das Trommeln der FSV-Fans, etwa 60 waren an den Rand der Schwäbischen Alb gereist, wurde da schon leiser. Doch auf ein Erfolgserlebnis mussten sie nicht lange warten: Vito Plut, Der Torjäger verwandelte einen Elfmeter sicher (30.). 

Nach dem Seitenwechsel agierten allerdings die Balinger agiler. Und nachdem Torwart Marco Aulbach den Ball nicht unter Kontrolle bekam, staubte der kurz zuvor eingewechselte Marc Pettenkofer ab (64.). In der hektischen Schlussviertelstunde sahen die Frankfurter Plut, Benedict Rose und Jesse Sierck Gelb, und eine Minute vor dem Ende schickte Schiedsrichter Fabian Knoll noch Ahmed Azaouagh vom Feld. Der zentrale Mittelfeldakteur wird dem FSV am Samstag (14 Uhr) gegen den FK Pirmasens somit fehlen. Eine weitere Sorge für  Conrad.

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