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FSV Frankfurt Der ewige Krüger

Der FSV Frankfurt stattet seinen Geschäftsführer Clemens Krüger mit einem neuen Vertrag bis 2020 aus.

30.07.2015 06:35
Manuel Schubert
Weiter für den FSV am Telefon: Clemens Krüger. Foto: Pressehaus

Dass der Trainer bei einer Pressekonferenz eine Frage stellt, soll ja eher selten vorkommen. Tomas Oral, Trainer des FSV Frankfurt, hat es dann auch lieber sein lassen, Clemens Krüger, der Finanzchef, wusste aber trotzdem genau, welche Frage Oral, der ausnahmsweise mal im Publikum saß, auf der Zunge brannte. „Nein, der Etat ändert sich nicht“, ließ Krüger verlauten und grinste.

Die Zukunft des Fußballsportvereins wird der 44-Jährige auch künftig maßgeblich mitbestimmen. Denn der FSV hat, wie Vizepräsident Ludwig von Natzmer gestern stolz verkündete, den bis 2016 datierten Vertrag mit seinem Geschäftsführer Finanzen vorzeitig bis 2020 verlängert. Man sei mit Krügers Arbeit „sehr zufrieden“, sagte von Natzmer. Die Vertragsverlängerung sei „eine Sache, die Clemens’ Arbeit besonders würdigt“. Seit dem Jahr 2000 ist Krüger, der schon die verschiedene Positionen bekleidete, beim FSV.

Zwei Spieler sollen gehen

Obwohl Krüger verkündete, er sei „sehr, sehr heiß und sehr, sehr willig, den Verein voranzubringen“, liegt viel Arbeit vor ihm. Als schwieriges Unterfangen erweist sich derzeit etwa der Versuch, den Kader noch um zwei Spieler zu verkleinern. Drei Kandidaten gebe es, verriet Krüger, der aber nur den schon länger kursierenden Namen Florijon Belegu nennen wollte. Wenn es sich bei den beiden anderen um Markus Ballmert und Tom Beugelsdijk handelt, würde das nicht verwundern. Wie veräußert man aber Fußballer, die bei einem Fast-Absteiger ausgemustert wurden? Krüger sagte, er habe schon mit vielen Vereinen gesprochen. „Wir haben alles abgeklappert.“ Einen Erfolg gab es bis jetzt noch nicht zu vermelden.

Auch sportlich steht der FSV Frankfurt in dieser Saison vor einer schwierigen Mission. Das erste Spiel gegen Aufstiegsfavorit Leipzig zeigte zwar gute Ansätze, Punkte gab es trotzdem keine zu holen. Trainer Oral hat immerhin eine „Gier nach Siegen“ bei seiner Mannschaft erkannt. Mittelfeldspieler Marc Kruska gab zu: „Ein bisschen geknickt waren wir schon.“

Respekt vor Bielefeld

Am morgigen Freitag hat der FSV eine Chance auf Wiedergutmachung, um 18.30 Uhr beginnt das Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld. Der Aufsteiger nötigt den Hessen Respekt ab. Oral sagte, er erwarte ein Spiel auf Augenhöhe und „einen Gegner, der die Initiative ergreifen wird“. Bielefeld sei schon in der vergangenen Drittligasaison eine sehr starke Mannschaft gewesen, lobte Kruska, der beim ersten Heimspiel der Westfalen „viel Euphorie“ erwartet. „Da müssen wir einen kühlen Kopf bewahren.“

Ob noch ein oder gar zwei Spieler zum bereits großen Kader stoßen, ließ Krüger offen. Für den verletzten Heinrich Schmidtgal (Knie-OP) müsse man „nicht zwangsläufig“ einen Ersatz holen. Angesprochen auf das Gerücht, dass die Hessen am früheren Eintracht-Profi und vereinslosen Rechtsverteidiger Patrick Ochs interessiert seien, lachte Krüger nur und raunte: „Dazu gebe ich keinen Kommentar.“ Ob Ochs aber nicht ohnehin den Etat sprengen würde, steht auf einem anderen Blatt.

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