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FSV Frankfurt Bornheimer Bollwerk

Die beiden Frankfurter Innenverteidiger Tim Heubach und Manuel Konrad zeigen in Duisburg eine herausragende Leistung und tragen entscheidend zum Erfolg bei.

Lufthoheit: FSV-Manndecker Tim Heubach Foto: Pressehaus

Die beiden Frankfurter Innenverteidiger Tim Heubach und Manuel Konrad zeigen in Duisburg eine herausragende Leistung und tragen entscheidend zum Erfolg bei.

Man kann nicht behaupten, dass Tim Heubach ein Spieler ist, der sich schont oder versteckt. Der lange Blonde geht dahin, wo es wehtut – und das ist im Wortsinn gemeint. In Duisburg etwa warf sich der Abwehrspieler des FSV in jeden Ball, in jeden Zweikampf, das war manchmal ganz schön schmerzhaft. Einmal, nach 67 Minuten, rasselte er mit dem eigenen Mitspieler Marc Heitmeier zusammen, beide mussten minutenlang am Kopf behandelt werden. Und auch beim 1:2 durch Maurice Exslager versuchte der 24-Jährige alles, um den Treffer zu verhindern, mit riesigen Schritten kam er herangerauscht, fuhr die Grätsche aus und rutschte mit Karacho gegen den Pfosten. Das tat schon beim Zuschauen weh. „Geht schon wieder“, sagte Heubach später, als er sich die Szene im Fernsehen angesehen hatte. „Ich wollte halt den Ball rausholen.“ Das hat nicht geklappt. Sonst aber fast alles.

Prädikat Extraklasse

Tim Heubach, aus der zweiten Mannschaft von Borussia Mönchengladbach an den Bornheimer Hang gewechselt, hat in Duisburg eine Leistung abgeliefert, die man nur mit dem Prädikat Extraklasse beschreiben kann. Heubach war der oft zitierte Turm in der Schlacht, gewann fast alle Zweikämpfe, kämpfte die MSV-Angreifer mit einem Löwenherzen nieder. Ihm gehört sicher die Zukunft, er könnte eine Konstante im Deckungsverbund der Hessen werden. „Jeder versucht, immer das Beste zu geben, manchmal klappt es nicht so gut, manchmal besser“, sagte er bescheiden. Am Samstag klappte es eher besser.

Konrad im Zentrum stark

Das lag auch an seinem Nebenmann Manuel Konrad, der eine ebenfalls gute Vorstellung zeigte und, ganz nebenbei, auch noch sein erstes Zweitligator erzielte. Der ebenfalls 24-Jährige ist eigentlich Mittelfeldspieler, musste wegen der Sperre von Kapitän Björn Schlicke aber hinten aushelfen. „Das mache ich gerne“, sagte er . „Damit habe ich keine Probleme. Das ist keine große Umstellung.“ Konrad gehört zu den Gewinnern dieser Saison, dabei galt er schon fast als Fehleinkauf. Für ihn begann sein Aufstieg kurz vor Weihnachten des alten Jahres, als Ex-Trainer Hans-Jürgen Boysen beurlaubt und Benno Möhlmann geholt wurde. „Er hat mich im Zentrum spielen lassen“, erklärte der aus Unterhaching gekommene Profi knapp. So einfach kann Fußball manchmal sein.

Es war gerade das Frankfurter Bollwerk in der zentralen Abwehr, das entscheidend zum Erfolg beitrug. „Die beiden haben einen Super-Job gemacht“, lobte Torwart Patric Klandt. Der MSV hatte im Grunde in 94 Minuten keine echte Torchance, und als ein einziges Mal Srdjan Baljak durchgebrochen war, da kam einer von hinten angeflitzt und klaute ihm den Ball mit einer spektakulären Grätsche. Es war Manuel Konrad, der gelernte Mittelfeldmann.

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