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FSV Frankfurt Böse unter die Räder gekommen

Der FSV Frankfurt kassiert in der Regionalliga Südwest eine 1:5-Pleite gegen Waldhof Mannheim.

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FSV-Mann Robert Schick (r.) gegen Jan Just. Foto: Imago

Rund um den Bornheimer Hang herrschte gestern am frühen Abend der Ausnahmezustand. Zumindest auf den Straßen, was allerdings nicht am hohen Zuschaueraufkommen lag, sondern am Berufsverkehr, der jeden Tag den Verkehr im Frankfurter Osten fast zum Erliegen bringt. Die Heimspielstätte des FSV Frankfurt hingegen war trotz der ungewöhnlichen Anstoßzeit und des attraktiven Gegners spärlich besetzt wie immer. Nur knapp 1800 Besucher waren gekommen, um sich das vom live übertragenden Spartensender Sport1 zum Topspiel auserkorene Aufeinandertreffen der ehemaligen Zweitligisten nicht entgehen zu lassen.

Immerhin sorgten die knapp 500 mitgereisten Anhänger aus Mannheim für Stimmung, die mit Anpfiff im Gästeblock noch viel besser wurde. Die Mannschaft des letztjährigen Zweiten, der in den Aufstiegsspielen zur Dritten Liga am KFC Uerdingen gescheitert war und auch in dieser Saison wieder ganz oben mitspielen will, war von der ersten Minute an Herr im fremden Haus und ging bereits nach sieben Minuten durch einen herrlichen Treffer von Valmir Sulejmani, erzielt aus knapp 18 Metern, in Führung. Eingeleitet wurde dieses Tor durch einen schweren Fehler des Frankfurters Denis Mangafic, der zuvor den Ball im Mittelfeld vertändelt hatte.

FSV-Fans verlassen Ort des Schreckens vorzeitig

Es sollte nicht der einzige Blackout der Bornheimer bleiben, die sich gestern Abend hilflos und fast ohne Gegenwehr ihrem sportlichen Schicksal ergaben. Die Konsequenz waren weitere Mannheimer Treffer durch den früheren Offenbacher Jannik Sommer in der 23. Minute per Foulelfmeter sowie nach 37 Minuten, heraus gespielt durch einen blitzschnell vorgetragenen Konter. 120 Sekunden danach war dann Timo Kern so frei, mutterseelenallein vor dem bedauernswerten Frankfurter Torhüter Marco Aulbach zum 0:4 einzuschieben.

Zu diesem Zeitpunkt war die einseitige Begegnung natürlich schon entschieden, was einige Fans des FSV Frankfurt dazu bewog, den Ort des Schreckens vorzeitig zu verlassen und den Abend lieber bei einem Bier auf der Bernemer Kerb ausklingen zu lassen. Sie sollten noch den Auftritt des früheren Frankfurters Maurice Deville verpassen, der in der 58. Minute den fünften Mannheimer Treffer erzielte, ehe Ilias Soultani mit dem 1:5 (60.) ein wenig Ergebniskosmetik betreiben konnte. Der junge Offensivspieler, der im Frühsommer vom TSV Schott Mainz an den Bornheimer Hang gewechselt war und gestern erstmals in der Startelf stand, war übrigens der einzige Lichtblick an diesem aus Frankfurter Sicht so trüben Abend.

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