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FSV Frankfurt Begegnung in Bornheim

Der FSV Frankfurt empfängt am Freitag Aufsteiger SV Sandhausen und erwartet Ex-Trainer Hans-Jürgen Boysen. Auf diese Begegnung freut sich nicht jeder Spieler des FSV.

06.12.2012 06:51
Von Sebastian Rieth
FSV-Kapitän Björn Schlicke: Keine Vorfreude auf den Ex-Trainer. Foto: Pressehaus

Der FSV Frankfurt empfängt am Freitag Aufsteiger SV Sandhausen und erwartet Ex-Trainer Hans-Jürgen Boysen. Auf diese Begegnung freut sich nicht jeder Spieler des FSV.

„Ach, komm“, sagt Björn Schlicke und mimt ein wenig den Ahnungslosen. „Ist das wirklich so?“ Natürlich weiß der Abwehrchef des FSV Frankfurt, dass er am Freitagabend (18 Uhr) auf seinen ehemaligen Trainer Hans-Jürgen Boysen treffen wird, mit dem er – gelinde gesagt – nicht immer einer Meinung war und unter dessen Führung der Routinier im Oktober des vergangenen Jahres sogar kurzzeitig die Kapitänsbinde abgab. Es war so etwas wie der Anfang vom Ende für Boysen beim FSV. Keine zwei Monate später musste er wegen Erfolglosigkeit seine Koffer packen und wurde durch Benno Möhlmann ersetzt.

Ein Zweitligaspiel aber nur darauf zu reduzieren, liegt Schlicke fern. „Also bei mir“, sagt er, „steht der SV Sandhausen auf dem Plan.“ Ohnehin sei der Zwist von damals längst beigelegt. „Wir haben uns ausgesprochen. Da ist nichts hängen geblieben“, erzählte der 31-Jährige bereits im Sommer während des Trainingslagers.
Und doch kommt man um Boysen nicht herum, wenn man über den kommenden Gegner spricht. Seit 17 Tagen steht der 55-Jährige beim Aufsteiger in der Verantwortung, hat aus drei nicht einfachen Partien beachtliche fünf Punkte geholt und den Klub vom Tabellenende befreit. „Manchmal kommt mit so einem Trainerwechsel schnell der Erfolg“, weiß Schlicke. Das sei beim FSV damals ja nicht anders gewesen.

Schwerer Gegner

Der Respekt vor dem Klub aus der 14000-Seelen-Gemeinde ist deutlich zu vernehmen. Die jüngsten Ergebnisse haben einen derartigen Eindruck hinterlassen, dass Möhlmann den Gegner nicht nur in einer „positiven Phase“ sieht, sondern ein ähnlich schweres Heimspiel wie gegen den Herbstmeister Eintracht Braunschweig (1:2) erwartet. „Sie werden an sich glauben“, sagt der Coach. Trotzdem gibt es eine deutliche Ansage von Schlicke: „Der Aufwärtstrend ist bei Sandhausen klar zu spüren. Es wird Zeit, dass wir ihn bremsen.“
Von einem Aufwärtstrend kann man bei den Bornheimern nicht gerade sprechen, auch wenn längst nicht alles so schlecht gewesen ist, wie es die Ergebnisse vielleicht vermuten lassen. Die vergangenen drei Heimspiele gingen allesamt verloren, die einstige Stärke am Bornheimer Hang ist verflogen. Schlicke ärgert das, gerade zu Hause wolle man dem Publikum etwas bieten. Klappe das nicht, dann sei es „absolut ärgerlich“.
Beim nächsten Versuch, einen Heimsieg zu landen, wird nun ausgerechnet der wohl beste Spieler der vergangenen Wochen fehlen: Abräumer Manuel Konrad muss nach seiner fünften Gelben Karte eine Sperre absitzen.

Lamidi fällt länger aus

Ferner fehlt Moses Lamidi. Der Angreifer, der gerade erst am Sonntag nach langer Verletzungspause sein Comeback feierte, zog sich im Training eine Schultereckgelenksprengung zu. Es droht eine mehrwöchige Pause. „Er ist stark genug, um sich auch von diesem Rückschlag zu erholen“, glaubt Uwe Stöver. Zu möglichen Neuzugängen hält sich der Geschäftsführer Sport bedeckt. Nach wie vor wolle man im Winter nicht tätig werden – beobachtet und getestet wird aber fleißig. In dieser Woche stellt sich der offensive Mittelfeldspieler Luis Silva Lopez im Training vor, der zuletzt beim FC Toronto in der amerikanischen Profiliga MLS spielte. Eine Verpflichtung des 24-Jährigen würde aber ohnehin erst im Sommer ein Thema werden, sofern die Genesung der Langzeitverletzten planmäßig verläuft. Sie sollen alle zur Wintervorbereitung dabei sein. Flügelflitzer Marcel Gaus könnte nächste Woche ins Training einsteigen.

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