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SV Darmstadt 98 Lilien sind ein Wirtschaftsfaktor

Der SV Darmstadt 98 ist in Südhessen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Dies belegt eine aktuelle Studie, die von dem Fußballzweitligisten in Auftrag gegeben wurde.

Kevin Großkreutz
Mit der Lilie auf der Brust in der Zweiten Liga: Weltmeister Kevin Großkreutz ist einer der neuen Werbeträger der 98er. Foto: Arne Dedert (dpa)

Welche wirtschaftliche Bedeutung hat eigentlich der SV Darmstadt 98 für die Wissenschaftsstadt und die Region? Immer wieder tauchte in den vergangenen Jahren diese Frage auf, als es um die Entscheidung ging, ob ein neues Stadion für den Fußballverein gebaut werden oder ob das in die Jahre gekommene Stadion am Böllenfalltor umgebaut werden sollte. Nachdem sich Stadt und Verein nach langwierigen Prüfungen dafür entschieden haben, den Traditionsstandort im Bestand umzubauen, hat der Zweitligist am Dienstag auch die Eingangsfrage zum ökonomischen Wert der „Lilien“ beantwortet.

Im Auftrag des Klubs hat das Stuttgarter Marktforschungsunternehmen Valumedia die ökonomischen, medialen und imagebildenden Effekte der Kicker vom „Bölle“ für die Stadt und die südhessische Region untersucht. Das Ergebnis der Untersuchung: Als Werbefaktor und durch Wertschöpfung schafft der Verein einen Mehrwert von mehr als 50 Millionen Euro.

Nach Angaben von Vereinspräsident Rüdiger Fritsch und Geschäftsführer Michael Weilguny haben die 98er allein in der ersten Bundesligasaison 2015/16 rund 15 Millionen Euro Steuern gezahlt. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass Stadt und Region zum einen finanziell und zum anderen in der Außendarstellung „in einem hohen Maße“ vom SV Darmstadt profitierten, wenn dieser in einer der Profiligen spiele. Nach den beiden überraschenden Aufstiegen in die Zweite und Erste Fußball-Bundesliga in den Jahren 2014 und 2015 spielen die Lilien in der kommenden Runde wieder in der Zweiten Liga.

Laut der Studie beschert der Verein der Stadt und der Region ein „sehr positives Image“. Im Februar hatte eine Umfrage des Forschungs- und Beratungsunternehmens Nielsen Sports ergeben, dass der SVD auf Platz 24 der beliebtesten Vereine der Ersten und Zweiten Bundesliga rangiert. Das Institut für Demoskopie Allensbach hatte 2016 ermittelt, dass der Verein 50,65 Millionen deutschsprachigen Personen ab 14 Jahren bekannt war. 2015 waren es 46,35 Millionen Menschen gewesen.

Der „Mehrwert“ von mehr als 50 Millionen Euro pro Saison setzt sich laut der Valumedia-Studie zu einem Großteil aus dem medialen Werbewert des Vereins in Höhe von 33 Millionen Euro zusammen. Bewertet wurde hierbei die Präsenz des Klubs im Fernsehen, im Internet sowie in Printmedien. Zudem entfallen fast 18 Millionen Euro auf die regionale volkswirtschaftliche Wertschöpfung. Diese Summe setzt sich aus dem Geld zusammen, dass der Verein für Personal und Anschaffungen ausgibt. Zudem werden hier die Ausgaben der Stadionbesucher einkalkuliert.

Vereinspräsident Rüdiger Fritsch sagte, die Studie zeige, wie gewinnbringend der Fußball auf ganz verschiedenen Ebenen für die Stadt sei. Es lohne sich daher, „gemeinsam an einer nachhaltigen Zukunft des Profifußballs in Darmstadt zu arbeiten“.

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