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Darmstadt 98 Vorsicht, Baustelle

Darmstadt 98 startet mit einer Gruppe in die Vorbereitung, die sich noch stark verändern wird.

Fussball 2.Bundesliga, SV Darmstadt 98 Training
Die Lilien stecken die Köpfe zusammen beim Trainingsauftakt. Foto: Huebner/Ulrich

Das Thema ist mal wieder gesetzt am Darmstädter Böllenfalltor, es stehen Bagger vor der Haupttribüne. Gebaut wird da gerade die neue Funktionshalle für die Profis der Lilien, Baustellen gibt es aber auch an anderen Stellen beim Fußball-Zweitligisten aus Südhessen – nicht zuletzt im Kader. Zwar waren 14 Feldspieler und drei Torhüter anwesend beim Trainingsauftakt am Dienstagnachmittag und damit so viel kickendes Personal wie seit Jahren nicht bei den umbruchfreudigen 98-ern; das Gesicht der Mannschaft dürfte sich allerdings noch stark verändern vor dem Auftakt in die Zweitligasaison am 3. August.

„Tatsache ist, dass wir den Kader bis zum Saisonbeginn auf verschiedenen Positionen noch qualitativ verbessern wollen“, sagte Trainer Dirk Schuster. „Da sind wir in guten Gesprächen und werden hoffentlich auch bald Ergebnisse vermelden.“ Viel konkreter wurde Schuster allerdings nicht. Man müsse auch die Weltmeisterschaft in Russland abwarten, befand der 50-Jährige: „Weil viele Vereine aktuell noch abwartend sind auf dem Transfermarkt.“ Auf WM-Teilnehmer selbst haben es die Darmstädter zwar eher nicht abgesehen, aber große Turniere bringen traditionell Bewegung in den Transfermarkt. 

Die Darmstädter Transferstrategie scheint in Grundzügen jedenfalls jene zu sein, mit der Schuster in seiner ersten Amtszeit am Böllenfalltor äußerst erfolgreich arbeitete. Profis sollen kommen, für die der deutsche Fußball kein Neuland ist, die sich mitunter bei besseren Klubs aber nicht durchsetzen konnten. Man sei auch mit Bundesligisten in Kontakt, „es gibt dort viele gut ausgebildete Spieler, die aber vielleicht nicht zu den ersten 16, 17 in ihren Teams zählen“, sagte Schuster: „Wir hoffen jedenfalls, den Kader so verstärken zu können, dass wir etwas weniger Sorgen haben als in der vergangenen Saison.“ Da schafften die Lilien den Klassenerhalt nach monatelanger Hängepartie erst am letzten Spieltag.

Drei Spieler sind freigestellt

Ein Neuzugang mischte immerhin schon mit auf dem Trainingsplatz beim leichten Aufgalopp vor 50, 60 Zuschauern, Linksverteidiger Sebastian Hertner, 27, vom Ligakonkurrenten Erzgebirge Aue verpflichtet. Und auch der noch amtierende Weltmeister Kevin Großkreutz tat gut gelaunt mit beim fünf gegen zwei und dem anschließenden Kleinfeldspiel. „Ist doch schön, wenn er sich der Aufgabe stellt“, sagte Schuster. Es ist jedoch kein großes Geheimnis, dass man in Darmstadt eher nicht traurig wäre, würde sich ein Abnehmer finden für den 29-Jährigen, dessen Vertrag noch ein Jahr gültig ist. Ähnliche Probleme waren zuletzt bei den Ü30-Spielern Jan Rosenthal und Markus Steinhöfer per Vertragsauflösung erledigt worden, bei Rosenthal verbunden mit dem Karriereende.

Flügelspieler Joevin Jones fehlte beim Auftakt derweil aus privaten Gründen, wie es hieß, und freigestellt für die Suche nach einem neuen Verein sind Angreifer Artur Sobiech sowie die Mittelfeldspieler Julian von Haacke und Romuald Lacazette. „Wir respektieren die Verträge, die die Jungs haben, wenn sich überhaupt nichts ergeben sollte“, sagte Schuster. „Aber wir haben auf der anderen Seite unsere Vorstellungen klipp und klar dargestellt.“

Stürmer Terrence Boyd, 27, und Defensivallrounder Peter Niemeyer, 34, fehlten ebenfalls am Dienstag. Ihre Verträge laufen aus, die Gespräche über eine mögliche Weiterbeschäftigung laufen. 

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