Lade Inhalte...

Darmstadt 98 Unangenehme Erkenntnis

Darmstadt 98 stabilisiert sich und verliert am Ende dennoch mit 0:1 in Düsseldorf.

Fortuna Düsseldorf - Darmstadt 98
Darmstadts Jan Rosenthal liegt auf dem Rasen. Foto: Bernd Thissen (dpa)

Es dauerte anderthalb Minuten, bis aus der Theorie Praxis wurde. In der kurzen Darmstädter Trainingswoche zwischen dem Montagendspiel gegen Nürnberg (3:4) und dem Freitagabendspiel in Düsseldorf war es auch um den Umgang mit Rückschlägen gegangen. Allzu ungestüm hatten die Lilien gegen den FCN auf die Gegentore nach der Pause reagiert, eiskalt wurden sie deshalb ausgekontert. Und nun?

Würden sie diesmal cool bleiben, nach diesem 0:1 in der zweiten Spielminute, Eckball, Kopfball, Tor Fortuna? Würden sie, wie von Trainer Torsten Frings gefordert, mit kühlem Kopf auf den richtigen Moment warten, statt sogleich wütend nach vorne zu stürmen?

Ins Verderben rannten sie tatsächlich nicht, die Darmstädter, aber am Ende verließen sie den Platz dennoch schlecht gelaunt. Es blieb bei diesem einen Treffer von Emir Kujovic, bei dem die Männer in blau vehement ein Foul an Felix Platte reklamierten – wohl zu unrecht.

Großkreutz als tragendes Element

„Wir sind natürlich unzufrieden, weil das Ergebnis nicht das Spiel widerspiegelt. Wir haben uns für ein richtig gutes Auswärtsspiel nicht belohnt“, sagte Frings nach dem 0:1 (0:1), sein Team ist nun seit fünf Spielen sieglos ist, die vergangenen drei Spiele gingen verloren. „Wir können auf dieser Leistung auswärts beim Tabellenführer aufbauen.“

Frings probierte ein bisschen was aus, um für jene Stabilität zu sorgen, die seinem Team zuletzt in der Rückwärtsbewegung abging. Kevin Großkreutz wurde als tragendes Element nach rechts in die Abwehrviererkette zurückgezogen, und Hamit Altintop bekam als Bodyguard Wilson Kamavuaka im zentralen Mittelfeld an die Seite gestellt. 

Wucht und Tempo des Tabellenführers aus Düsseldorf stürzte die Lilien trotz der Umstellungen anfangs in Verlegenheiten. Häufig war der Ball weg, bevor er in die relevanten Bereiche der Fortuna-Hälfte gelangen konnte. Nach einer Viertelstunde hätten die Gastgeber 2:0 führen können, Takashi Usami traf den Pfosten, Benito Raman köpfte denkbar knapp über das Tor, das der Schweizer Joel Mall – im Gegensatz zum Spiel gegen den „Club“ – fehlerfrei anstelle des verletzten Daniel Heuer Fernandes bewachte.

Allerdings gönnte sich auch Düsseldorf einige Nachlässigkeiten. An der Seite polterte der gute, alte Friedhelm Funkel routiniert durch seine Coaching Zone, abwechselnd wütend über Entscheidungen des Schiedsrichters und Entscheidungen seiner Spieler. Lilien-Kapitän Aytac Sulu verpasste den schnellen Ausgleich nach einer Ecke (4.), Platte verpasste die Hereingabe von Yannick Stark (28.), und Rosenthal verpasste es innerhalb von zwei Sekunden, entweder hinzufallen, nach dem klaren Halten von Kaan Ayhan, oder den Ball ins Tor zu schießen (30.).

Darmstadt blieb anschließend stabil, bis zum Spielende, das war die gute Nachricht, welche die Südhessen mit auf die Rückreise ans Böllenfalltor nahmen. Die schlechte Nachricht war: Die Überlegenheit nach dem Wechsel nutzten sie nicht zum Ausgleich. Der eingewechselte Marvin Mehlem vergab die beste Chance (52.), und in der Nachspielzeit köpfte der bei einem Freistoß aufgerückte Mall drüber.

Eine 0:1-Niederlage, das war die unangenehme Erkenntnis für die Lilien im Rheinland, fühlt sich nicht besser an als ein  3:4. Vor allem, wenn es die dritte Niederlage in Folge ist.     mit dpa

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen