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Darmstadt 98 Mit Netz und doppeltem Boden

Darmstadt 98 rüstet vor dem Auswärtsspiel in Heidenheim auf und verpflichtet Selim Gündüz.

Selim Gündüz
Selim Gündüz spielt ab jetzt bei Darmstadt 98. Foto: Imago

Im Tollhaus zweite Liga, das weiß man in Darmstadt, ist man besser auf alle Zufälle vorbereitet, vor allem jedoch: auf alle Ausfälle. Alle Mannschaftsteile sollen daher mit Netz und doppeltem Boden ausgestattet sein, für jede Position will Trainer Dirk Schuster mindestens zwei mehr oder minder gleichwertige Anwärter zur Verfügung haben. Weshalb abzusehen war, dass die Lilien am berüchtigten Deadline Day des Sommertransferfensters noch einmal zuschlagen würden. Ergebnis: Offensivmann Selim Gündüz wechselt nach Südhessen. Ablösefrei, der 24-jährige Deutsch-Türke war vereinslos, nachdem sein Vertrag beim VfL Bochum zuletzt nicht verlängert wurde. Dort spielte Gündüz seit der U17. 

Am Böllenfalltor freut man sich über einen flexibel einsetzbaren Neuzugang, „er hat in Bochum bereits seine Zweitligatauglichkeit unter Beweis gestellt“, ließ sich Schuster zitieren: „Durch ihn gewinnt unser Kader weiter an Qualität.“ Allerdings eher in der Breite, nicht in der Spitze. Ein Startelfkandidat ist Gündüz nämlich erst einmal nicht, sondern ein Backup für die gesetzten Flügelspieler Marcel Heller (rechts) und Joevin Jones (links). Zumal der gebürtige Siegener nicht grundlos aus Bochum verabschiedet wurde, wo man sich an guten Tagen über seine Dynamik und seine Kampfkraft freute und an schlechten über sein etwas zielloses Herumrasen ärgerte. Am Ende, so ist aus dem Ruhrgebiet zu vernehmen, erwischte Gündüz in Bochum vermehrt schlechte Tage.

Dursun will aufsteigen

Und dennoch fühlen sie sich in Darmstadt nun bereit für all die Stromschnellen, die im Verlauf einer solchen Spielzeit hinter jeder Kurve drohen, zumal der Start ja geglückt ist; nach dem überzeugenden 3:0-Sieg gegen den MSV Duisburg, dem zweiten Erfolg im dritten Spiel, stehen die Lilien in der Tabelle schon mal auf Platz vier. Am Sonntag, 13.30 Uhr, steht nun die knifflige Auswärtsaufgabe beim 1. FC Heidenheim an. 

„Wir sind glücklich, aber es gibt keinen Grund zur Euphorie“, sagte Angreifer Serdar Dursun, der gegen Duisburg sein zweites Saisontor erzielte, im HR. Und gab bei der Gelegenheit gerne zu, am Bölle auf Dauer höhere Karriereziele zu verfolgen. „Mein Ziel ist es, in die Bundesliga zu kommen“, erzählte der 26-Jährige, der von der SpVgg Greuther Fürth kam. „Ich hoffe, dass ich das in den nächsten drei Jahren mit Darmstadt erreichen kann.“ Realismus, gepaart mit brennendem Ehrgeiz: So mögen sie das bei Darmstadt 98.

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